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[quote="TomS"]Hier die Ergebnisse mit der Anzahl der Ladungen, der Energie sowie dem Fehler ggü. dem Wert aus der Literatur. [code]sequential quadratic programming 2 0.4999999999196275 -1.6074497288798284e-10 3 1.7320505356788578 -1.5722468482692875e-07 4 3.6742344122201382 -5.491752241848502e-08 5 6.474691368764962 -1.949668770873103e-08 6 9.985281085710307 -2.8871464108348732e-08 7 14.452977346598626 -4.663494035384019e-09 8 19.67528770698988 -7.827591685938273e-09 9 25.75998637229105 -6.161064991516696e-09 10 32.716949252880525 -6.3306475617253e-09 11 40.59645008742303 -1.0409209716399914e-08 12 49.165252957932005 -2.035339785599888e-09 simulated annealing 2 0.5000000565167957 1.1303359137571078e-07 3 1.7320511364612905 1.8963721437614822e-07 4 3.6742376599662734 8.290070159233665e-07 5 6.474692922488261 2.2047201198027722e-07 6 9.985283953365865 2.5831679351107084e-07 7 14.453187247277631 1.4518342596137046e-05 8 19.675348543026338 3.084174766021519e-06 9 25.759996354403338 3.8134349678031754e-07 10 32.71912348329233 6.644944984812717e-05 11 40.596578666085996 3.156829830874841e-06 12 49.17180655717802 0.00013329534112838104[/code][/quote]
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DrStupid
Verfasst am: 09. Jan 2025 22:01
Titel:
Es gibt noch eine einfachere Möglichkeit, die Identität zweier Körper zu testen. Man nimmt die seltenste Kante und dreht den Körper so, dass sie mit einem der Gegenstücke übereinstimmt. Bei identischen Körpern üssen dann wenigstens einmal alle Punkte übereinstimmen. Wenn die Kante n mal vorkommt, braucht man dafür maximal 2*n Tests.
TomS
Verfasst am: 09. Jan 2025 14:54
Titel:
Ok, ich mach das jetzt anders.
Rotationen und Permutationen sind "teuer", daher implementiere ich stattdessen Tests basierend auf Invarianten:
- Energie (bereits implementiert)
- Volumen
- Schwerpunkt (bereits implementiert)
- Multipole der Ladungsverteilung und deren Eigenwerte
- Abstandsmatrix und deren Eigenwerte (ersteres bereits implementiert)
- Zentralwinkelmatrix und deren Eigenwerte (ersteres bereits implementiert)
- Matrix der Winkel zwischen Kanten * und deren Eigenwerte (ersteres bereits implementiert)
*alle N(N-1)/2 im Sinne eines vollständigen Graphen, nicht nur Kanten im geometrischen Sinne
Ich bin noch auf der Suche nach chiral-sensitiven Invarianten.
DrStupid
Verfasst am: 08. Jan 2025 22:22
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Also du würdest das nicht tun, wie du oben schriebst, sondern du tust das 😉
Wo glaubst Du da einen Unterschied zu sehen?
TomS hat Folgendes geschrieben:
Minimierst du erst für i=1, hältst dann den Punkt fest, minimierst dann für i=2 …? Damit läufst du in lokale Minima, das kann nicht funktionieren.
Wie ich oben schon sagte, muss ich wegen der lokalen Minima ein Raster von Startwerten absuchen, um auch das globakle Minimum zu erwischen. Es sollte genügen, wenn das Raster eine Größenordung enger als die kleinsten Kante des Polyeders ist.
TomS
Verfasst am: 08. Jan 2025 18:43
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Für eine automatische Prüfung würde ich den Körper spiegeln und dann so drehen, dass die Summe der minimalen Abstände zwischen originalen und gespiegelten Punkten minimal wird. Weil es da lokale Minima gibt, müsste ich systematisch verschiedene Startwerte durchprobieren. Die Manschenbreite des Suchrasters hängt dabei von der minimalen Kantenlänge des Polyeders ab. Deshalb sollte der Aufwand nur linear mit der Anzahl der Punkte wachsen.
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Wie ich oben schon sagte, minimiere ich die Summe der minimalen Abstände - also der Abstände zum jeweils nächsten Nachbarn. Dazu berechne ich erst einmal für jeden Punkt des einen Musters den Abstand zu jedem Punkt des anderen. Davon wähle ich den kleinsten aus und berechne eine dazu proportionale Kraft und ein entsprechendes Drehmoment. Das wird alles aufsummiert und das Muster anschließend in Richtung von Gesamtkraft und -drehmoment verschoben und gedreht.
Also du würdest das nicht tun, wie du oben schriebst, sondern du tust das 😉
Der Ansatz klingt sehr gut.
Gibt es einen Konvergenzbeweis in dem Sinne, dass äquivalente Polyeder P, Q sicher zur Deckung gebracht werden? D.h. umgekehrt, dass Polyeder P, Q, die nicht zur Deckung gebracht werden, sicher Spiegelbilder voneinander sind?
Ist das folgende korrekt?
Minimiert wird der Abstand D der Polyeder P,Q über alle Bewegungen g (am einfachsten nur Rotationen)
Der aktuelle Abstand ist definiert als die Summe der euklidischen Abstände.
Die Permution pi der Indizes (1, 2 … N) ist so definiert, dass
Minimierst du erst für i=1, hältst dann den Punkt fest, minimierst dann für i=2 …? Damit läufst du in lokale Minima, das kann nicht funktionieren.
Irgendwas verstehe ich noch nicht.
DrStupid
Verfasst am: 08. Jan 2025 17:58
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Kannst du den Algorithmus erklären?
Wie ich oben schon sagte, minimiere ich die Summe der minimalen Abstände - also der Abstände zum jeweils nächsten Nachbarn. Dazu berechne ich erst einmal für jeden Punkt des einen Musters den Abstand zu jedem Punkt des anderen. Davon wähle ich den kleinsten aus und berechne eine dazu proportionale Kraft und ein entsprechendes Drehmoment. Das wird alles aufsummiert und das Muster anschließend in Richtung von Gesamtkraft und -drehmoment verschoben und gedreht.
Unten ist ein Beispiel mit drei Teilmustern. Die Linien zeigen dabei die bei jedem Schritt verwendeten Paarungen.
TomS
Verfasst am: 08. Jan 2025 17:28
Titel:
Kannst du den Algorithmus erklären?
DrStupid
Verfasst am: 08. Jan 2025 17:26
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Du
erkennst die Äquivalenz, die Software
nicht
.
Doch, das tut sie. Ich hab das schon mal gemacht.
TomS hat Folgendes geschrieben:
In der Software stelle sich dies dar als
Das ist meinem Algorithmus egal. Die Reihenfolge der Punkte spielt keine Rolle. Nicht einmal die Anzahl muss übereinstimmen.
TomS
Verfasst am: 08. Jan 2025 17:09
Titel:
Aber du kannst i.A. P nicht in Q rotiert, wenn eine Permution vorliegt. Einfaches Beispiel für N=4 in der 2-dim. Ebene, wobei P, Q' gegeneinander rotierte Quadrate seien. Rotation von Q' nach Q führe zu P = Q
modulo Permutationen
.
In der Software stelle sich dies dar als
Du
erkennst die Äquivalenz, die Software
nicht
.
Wenn wir uns auf Äquivalenz modulo Permutationen und Rotationen festlegen und damit Reflexionen ausschließen, um chirale Isomere zu erkennen, dann müssen wie folgt argumentieren:
P und Q sind Spiegelbilder zueinander genau dann, wenn für alle Permutationen und Rotationen p und q nicht ineinander überführt werden können. Im o.g. Beispiel ist das nicht der Fall.
Wollen wir also eine Software schreiben, um chirale Isomere identifizieren zu können, dann muss die Software für jede Permution zeigen, dass keine Rotation zur Identität von p und q führt. Ohne Berücksichtigung von Permutationen findet der Algorithmus zu viele Varianten.
DrStupid
Verfasst am: 08. Jan 2025 16:22
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Das funktioniert alleine nicht, man muss auch die Permutationen berücksichtigen.
Wozu? Die Ladungen sind doch alle gleich.
TomS
Verfasst am: 08. Jan 2025 15:44
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Das mache ich manuell. Ich berechne für eine Lösung das Bild eines Polyeders, bei dem Kanten gleicher Länge die gleiche Farbe haben. Dann sehe ich mir das Ding an und prüfe, ob es eine Spiegelebene hat oder ob es irgendwelche Vorzugsrichtungen gibt.
Irgendwann wünscht man sich dann einen Automatismus, oder?
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Für eine automatische Prüfung würde ich den Körper spiegeln und dann so drehen, dass die Summe der minimalen Abstände zwischen originalen und gespiegelten Punkten minimal wird.
Das funktioniert alleine nicht, man muss auch die Permutationen berücksichtigen.
Berechne mal einen Polyeder mit Ecken
vertausche die ersten beiden, also
und berechne den Abstand durch Summation über alle Eckenpaare zu
Das kriegst du durch drehen und spiegeln i.A. nicht hin. Und genau
das
ist mein Problem; die Gruppe der Permutationen ist wegen N! zu groß.
Für die Rotation alleine gibt es den
Kabsch-Algorithmus
, das sind nur ein paar Zeilen Code.
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
2. Meinst du, dass mein Ansatz, ausgehend von den gefundenen Minima (1) für V(r) = 1/r zu Maxima für andere Potentiale W(r) führen könnte? Das ist sicher eine spannende Frage.
Könnten ja, müssen nein. Ich bin noch nicht einmal sicher, ob ein globales Minimum bei Änderung des Potentials wenigstens ein lokales Minimum bleibt. Das könnte man aber prüfen, indem man sich die zweiten Ableitungen des Potentials nach den Koordinaten ansieht. Im Potentialminimum müssen die alle positiv sein.
Schon klar.
Ich wollte weg von der ewigen Numerik hin zu handfester Mathematik; deswegen fand ich meine Vermutung ganz spannend, auch wenn ich auf Unterscheidungen wie "global" vs. "nur lokal" und "Minimum" vs. "nur Extremum" erstmal verzichten muss. Immerhin kommt ja was Vernünftiges dabei raus.
DrStupid
Verfasst am: 08. Jan 2025 14:20
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
1. Wie identifizierst du zwei Lösungen, die energetisch entartet jedoch chiral zueinander sind?
Das mache ich manuell. Ich berechne für eine Lösung das Bild eines Polyeders, bei dem Kanten gleicher Länge die gleiche Farbe haben. Dann sehe ich mir das Ding an und prüfe, ob es eine Spiegelebene hat oder ob es irgendwelche Vorzugsrichtungen gibt.
Für eine automatische Prüfung würde ich den Körper spiegeln und dann so drehen, dass die Summe der minimalen Abstände zwischen originalen und gespiegelten Punkten minimal wird. Weil es da lokale Minima gibt, müsste ich systematisch verschiedene Startwerte durchprobieren. Die Manschenbreite des Suchrasters hängt dabei von der minimalen Kantenlänge des Polyeders ab. Deshalb sollte der Aufwand nur linear mit der Anzahl der Punkte wachsen.
TomS hat Folgendes geschrieben:
2. Meinst du, dass mein Ansatz, ausgehend von den gefundenen Minima (1) für V(r) = 1/r zu Maxima für andere Potentiale W(r) führen könnte? Das ist sicher eine spannende Frage.
Könnten ja, müssen nein. Ich bin noch nicht einmal sicher, ob ein globales Minimum bei Änderung des Potentials wenigstens ein lokales Minimum bleibt. Das könnte man aber prüfen, indem man sich die zweiten Ableitungen des Potentials nach den Koordinaten ansieht. Im Potentialminimum müssen die alle positiv sein.
TomS
Verfasst am: 08. Jan 2025 12:05
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
N=32 (Pentakisdodekaeder oder die Geodesic Sphere {3,5+}1,1). Bei N=32 bin ich mir nicht sicher, welche der beiden energetisch sehr nahe beieinander liegenden Lösungen ich finde.
Es ist der Pentakisdodekaeder.
Stimmt, danke!
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Bei N=72 finde ich nichts
Ich auch nicht. Aber dafür ist es mit dem Coulomb-Potential wieder ein Beispiel für eine chirale Lösung. Die hatte ich bisher für N=15, 16, 23 und 24 gefunden.
Wie identifizierst du die?
Ich habe immer noch keinen effektiven Algorithmus, der eine Lösung in eine andere permutiert, rotiert und reflektiert, wobei ich dann die Chiralität prüfen könnte. Wie das prinzipiell funktioniert, ist klar, aber ab ca. N = 10 explodiert die Rechenzeit.
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Für diese Werte von N minimieren die für das Coulomb-Potential gefundenen Polyeder auch andere repulsive Potentiale.
Ja, aber das ist leider nicht hinreichend für das globale Minimum. Das hast Du ja schon an Gegenbeispielen wie dem Würfel oder dem Dodekaeder gesehen. Die erfüllen zwar obige Bedingung für das Kräftegleichgewicht, aber sie sind offensichtlich nicht stabil.
Das ist schon klar.
Oder doch nicht?
Mein Ansatz funktioniert wir folgt:
1) Ich berechne für ein N ein (hoffentlich) globales Minimum, d.h. die N Koordinatenvektoren des Polyeders. Dazu lasse ich die Optimierung mehrfach laufen. Für dokumentierte globale Lösungen finde ich diese auch, es könnte aber natürlich sein. dass ein globales Minimum ein sehr kleines
Basin of Attraction
hat, das man im Konfigurationsraum leicht verfehlt.
2) Insgs. habe ich die Koordinaten der Ecken, sowie Paare von Abständen d und Winkeln. Dabei umfassen die Paare nicht nur die Kanten der Oberfläche des Polyeders sondern alle (N²-N)/2.
3) Außerdem habe ich Gruppen von Längen im Sinne der o.g. Formel mit Summen über Graphen. Für N = 7 sind das 4 Gruppen, z.B.
Zitat:
{
1.18: [(0, 3), (0, 4), (1, 4), (1, 6), (3, 0), (3, 6), (4, 0), (4, 1), (6, 1), (6, 3)],
1.41: [(0, 2), (0, 5), (1, 2), (1, 5), (2, 0), (2, 1), (2, 3), (2, 4), (2, 6), (3, 2), (3, 5), (4, 2), (4, 5), (5, 0), (5, 1), (5, 3), (5, 4), (5, 6), (6, 2), (6, 5)],
1.9: [(0, 1), (0, 6), (1, 0), (1, 3), (3, 1), (3, 4), (4, 3), (4, 6), (6, 0), (6, 4)],
2.0: [(2, 5), (5, 2)]
}
Die Paare (m,n) sind die Indizes der Ecken, die den davorstehenden Abstand d = 1.18, 1.41, 1.9, 2.0 haben.
Fragen
1. Wie identifizierst du zwei Lösungen, die energetisch entartet jedoch chiral zueinander sind?
2. Meinst du, dass mein Ansatz, ausgehend von den gefundenen Minima (1) für V(r) = 1/r zu Maxima für andere Potentiale W(r) führen könnte? Das ist sicher eine spannende Frage.
DrStupid
Verfasst am: 08. Jan 2025 11:23
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
N=32 (Pentakisdodekaeder oder die Geodesic Sphere {3,5+}1,1). Bei N=32 bin ich mir nicht sicher, welche der beiden energetisch sehr nahe beieinander liegenden Lösungen ich finde.
Es ist der Pentakisdodekaeder.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Bei N=72 finde ich nichts
Ich auch nicht. Aber dafür ist es mit dem Coulomb-Potential wieder ein Beispiel für eine chirale Lösung. Die hatte ich bisher für N=15, 16, 23 und 24 gefunden.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Für diese Werte von N minimieren die für das Coulomb-Potential gefundenen Polyeder auch andere repulsive Potentiale.
Ja, aber das ist leider nicht hinreichend für das globale Minimum. Das hast Du ja schon an Gegenbeispielen wie dem Würfel oder dem Dodekaeder gesehen. Die erfüllen zwar obige Bedingung für das Kräftegleichgewicht, aber sie sind offensichtlich nicht stabil.
TomS
Verfasst am: 08. Jan 2025 00:23
Titel:
Ich habe die Frage, unter welchen Bedingungen können für
unterschiedliche
Potentiale
die selben Polyeder
folgen, nochmal aufgegriffen.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Ich formuliere das Extremalproblem auf der Sphäre S² zunächst als
Ersteres verwendet direkt den sphärischen Gradienten, letzteres besagt, dass für den Gradienten im 3-dim. euklidischen Raum noch eine Projektion E auf die S² erforderlich ist.
Dies entspricht für jedes n einem Kräftegleichgewicht
wobei F die Beträge der Kräfte und e die normierten Richtungsvektoren zwischen m und n bezeichnet.
Für Polyeder mit endlich vielen Ecken – damit endlich vielen verschiedenen paarweisen Abständen d und Beträgen von Kräften F – zerfällt dies je Punkt n in eine Summe über die Kanten (mn) von Graphen G(d) mit jeweils identischen Kantenlängen d:
Die Normierung der Richtungsvektoren definiert mittels der Polyederpunkte
packe ich in eine Funktion f(d).
Damit folgt
Mittels Projektion auf die Tangentialflächen je n erhält man
mit
Identische
Polyeder liefern zu
verschiedenen
Kräften bzw. Potentialen im Allgemeinen nur dann Kräftegleichgewicht, wenn dies
je Graph
zu Abstand d und Punkt n gilt.
Daraus folgt die rein geometrische und sehr allgemeine Bedingung
Wenn diese Bedingung für erfüllt ist, dann liefert das Extremalproblem für eine große Klasse verschiedener Potentiale immer den selben Polyeder als Lösung.
Das umfasst auch den Fall des sphärischen Gradienten auf der S² mit c = 0, sowie verschiedene Abstandsbegriffe wie z.B. den 3-dim. euklidischen Abstand oder den Abstand entlang von Großkreisen auf der S².
In der Software berechne ich zu einer Lösung zu jedem d und jedem
n die Summe über den jeweiligen Graphen
sowie die Größe
die im Idealfall exakt Null sein sollte.
Für viele N enthält der Polyeder diverse Abstände d nur ein einziges Mal, d.h. die Summe läuft nur über einen Term und kann nicht verschwinden.
Einige erwartete Lösungen treten nicht auf. Für N=4 folgt nicht der Würfel, für N=20 nicht der Dodekaeder; die stattdessen auftretenden Polyeder erfüllen die Vermutung nicht. Dies gilt auch für den abgeschrägte Hexaeder für N=24.
Dreieck und Tetraeder für N=3,4 (trivial), der Oktaeder für N=6 sowie der Ikosader für N=12 erfüllen die Vermutung. Dies gilt außerdem für N=5 (triangulare Bipyramide), N=7 (pentagonale Bipyramide) und N=32 (Pentakisdodekaeder oder die Geodesic Sphere {3,5+}1,1). Bei N=32 bin ich mir nicht sicher, welche der beiden energetisch sehr nahe beieinander liegenden Lösungen ich finde.
Bei N=72 finde ich nichts, aber das kann auch an der Numerik liegen. Es ist insbs. schwierig, die verschiedenen Abstände in den Graphen eindeutig zu bestimmen; oft liegen unterschiedliche Werte sehr nahe beieinander.
Die Lösungen für N=3,4 sind trivial, da es hier nur einen Abstand und daher nur einen Graphen gibt, der mit dem Polyeder identisch ist. Ab N=5 liegen 2 oder mehr Abstände vor.
Hier die Lösungen für N Ecken mit der Anzahl #d unterschiedlicher Abstände bzw. Graphen G(d)
Code:
N #d
3 1
4 1
5 3
6 2
7 4
12 3
32 11
Für diese Werte von N minimieren die für das Coulomb-Potential gefundenen Polyeder auch andere repulsive Potentiale.
Die Frage ist natürlich, ob weitere Werte für N existieren.
TomS
Verfasst am: 27. Dez 2024 18:52
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Mich interessiert aktuell die Frage nach identischen Polyedern für verschiedene Potentiale, und dabei ist die Chiralität völlig irrelevant.
Ich bin davon ausgegangen, dass wir noch über das Thema dieser Diskussion reden. Das war dann wohl ein Irrtum meinerseits.
Nein, das ist kein Irrtum, aber auch dabei interessiert mich das nicht, der Rest ist schon schwer genug.
Wie gesagt
TomS hat Folgendes geschrieben:
Sei X die Lösungsmenge aller Konfigurationen x für Minima des Potentials V
Dann meine ich mit "bis auf Symmetrie" immer die Äquivalenzklassen
mit
für N identische Ladungen in n Dimensionen
DrStupid
Verfasst am: 27. Dez 2024 18:49
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Mich interessiert aktuell die Frage nach identischen Polyedern für verschiedene Potentiale, und dabei ist die Chiralität völlig irrelevant.
Ich bin davon ausgegangen, dass wir noch über das Thema dieser Diskussion reden. Das war dann wohl ein Irrtum meinerseits.
TomS
Verfasst am: 27. Dez 2024 13:19
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Ich unterscheide das und nur das, was unterscheidbar ist. Was ist daran nicht zu verstehen?
Ich verstehe das sehr wohl.
Aber …
TomS hat Folgendes geschrieben:
… da gibt es kein richtig oder falsch, lediglich ein geeignet oder ungeeignet, je nach Fragestellung.
Mich interessiert aktuell die Frage nach identischen Polyedern für verschiedene Potentiale, und dabei ist die Chiralität völlig irrelevant.
Dich interessiert die Chiralität selbst, auch dagegen spricht nichts.
DrStupid
Verfasst am: 26. Dez 2024 22:48
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Einerseits bestehst du darauf, deine zwei Lösungen zu unterscheiden, andererseits meinst du, die 15! sicher nicht unterscheiden zu müssen.
Ich unterscheide das und nur das, was unterscheidbar ist. Was ist daran nicht zu verstehen? Meine beiden Lösungen muss man nur ansehen um zu wissen, dass die verschieden sind. Deine 15! Permutationen gleicher Ladungen sehen identisch aus und verhalten sich identisch. Versuch doch mal zu erklären, wie Du die unterscheiden willst.
TomS
Verfasst am: 26. Dez 2024 19:33
Titel:
Deine Argumentation ist nicht schlüssig. Einerseits bestehst du darauf, deine zwei Lösungen zu unterscheiden, andererseits meinst du, die 15! sicher nicht unterscheiden zu müssen.
Von vorne: Ich weiß nicht, ob dein Fall für N = 15 so zutrifft, aber nehmen wir das mal an. Dann gibt es dafür
i.
unendlich
viele Lösungen
ii.
2 • 15!
Lösungen mod Rotationen SO(3)
iii.
15!
mod Rotationen und Spiegelungen O(3)
iv.
2
mod Rotationen und Permutationen SO(3) × S(5)
v.
1
mod Rotationen und Spiegelungen sowie Permutationen O(3) × S(5)
Die Zählung ist doch nur sinnvoll, wenn man die Zählweise explizit benennt, bzw. die Symmetriegruppe, mittels derer man Äquivalenzklassen definiert also Lösungen identifiziert. Und das – die Wahl zwischen i. bis v. – ist abhängig von der jeweiligen Problemstellung.
Wenn du explizit Chiralität betrachten möchtest, dann verwendest du iv. Interessiert mich das nicht, nutze ich v. Meine Software dagegen folgt zunächst leider i.
DrStupid
Verfasst am: 26. Dez 2024 18:28
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Du sprichst von zwei verschiedenen Lösungen für 15 Ladungen, tatsächlich sind es aber 2 • 15! =1307674368000.
Erstens habe ich nur geschrieben, dass ich bei 15 gleichen Ladungen zwei verschiedene Konfigurationen gefunden habe. Ich habe nirgends behauptet, dass es keine weiteren geben kann.
Zweitens musst Du erklären, wie 2*15! verschiedene Konfigurationen zustande kommen. Da wir uns darüber einig sind, dass gleiche Ladungen nicht unterscheidbar sind, erscheint mir diese Zahl etwas zu hoch gegriffen..
TomS
Verfasst am: 26. Dez 2024 17:35
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Wenn Du offensichtlich unterschiedliche Lösungen nicht unterscheiden willst …
Das tust du doch auch.
Du sprichst von zwei verschiedenen Lösungen für 15 Ladungen, tatsächlich sind es aber 2 • 15! =1307674368000. Warum darfst du diese Lösungen identifizieren, aber ich deine zwei nicht? 😉
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
… aber das heißt nicht, dass das jeder so sehen
muss
Stimmt, deswegen habe ich das auch nicht geschrieben.
DrStupid
Verfasst am: 26. Dez 2024 13:10
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Es gibt kein Problem, wir verwenden nur eine unterschiedliche Klassifizierung der selben Lösungen.
Du meinst, man müsse Lösungen, die durch eine Spiegelung auseinander hervorgehen, explizit unterscheiden. Mir ist das egal, ich unterscheide diese Lösungen nicht.
Ziehst Du Dir dann auch mal zwei linke Schuhe an oder versuchst eine Schraube mit Rechtsgewinde in ein Linksgewinde zu drehen? Wenn Du offensichtlich unterschiedliche Lösungen nicht unterscheiden willst, dann ist das natürlich Deine Sache, aber das heißt nicht, dass das jeder so sehen muss und hier lesen auch noch andere mit.
TomS
Verfasst am: 25. Dez 2024 23:16
Titel:
Es gibt kein Problem, wir verwenden nur eine unterschiedliche Klassifizierung der selben Lösungen.
Du meinst, man müsse Lösungen, die durch eine Spiegelung auseinander hervorgehen, explizit unterscheiden. Mir ist das egal, ich unterscheide diese Lösungen nicht.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Sei X die Lösungsmenge aller Konfigurationen x für
globale
Minima des Potentials V
Dann meine ich mit "bis auf Symmetrie" immer die Äquivalenzklassen, d.h. X modulo der Symmetriegruppe
Ich verwende also die O(n) und spreche von einer Äquivalenzklasse, du verwendest die SO(3) und unterscheidest zwei Äquivalenzklassen.
Da gibt es kein richtig oder falsch, lediglich ein geeignet oder ungeeignet, je nach Fragestellung.
DrStupid
Verfasst am: 25. Dez 2024 22:45
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
In diesem Sinne hast du genau eine Lösung d.h. eine Äquivalenzklasse bzgl. der Symmetriegruppe
konstruiert.
Es sind zwei objektiv unterscheidbare Konfigurationen, die nicht identisch werden, nur weil Du sie einer gemeinsamen Kategorie zuordnest. Damit bleibt die Frage bestehen, in welchem dieser beiden Endzustände das System von einem bestimmten Anfangszustand aus landet. Oben hast Du versuchst, die Diskussion auf gleiche Ladungen zu begrenzen. Mein Beispiel zeigt, dass das Problem auch damit nicht vom Tisch ist.
TomS
Verfasst am: 25. Dez 2024 18:28
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Vier gleiche Ladungen liefern
eine
Lösung,
einen
Tetraeder.
Das lässt sich offenbar nicht auf beliebig viele Ladungen verallgemeinern. Mit 15 gleichen Ladungen habe ich eine chirale Lösung erhalten …
Es gibt eine spiegelbildliche Konfiguration, in der sie um den gleichen Winkel nach links verdreht sind. Beide Gleichgewichte haben die gleiche Energie, aber sie sind trotzdem eindeutg unterscheidbar und lassen sich nicht durch Rotation ineinander überführen.
Das alles habe ich doch gar nicht bestritten.
Genau deswegen steht hier
TomS hat Folgendes geschrieben:
… sei X die Lösungsmenge …
Dann meine ich mit "bis auf Symmetrie" immer die Äquivalenzklassen, d.h. X modulo der Symmetriegruppe
nicht
In diesem Sinne hast du genau eine Lösung d.h. eine Äquivalenzklasse bzgl. der Symmetriegruppe
konstruiert.
DrStupid
Verfasst am: 25. Dez 2024 13:41
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Vier gleiche Ladungen liefern
eine
Lösung,
einen
Tetraeder.
Das lässt sich offenbar nicht auf beliebig viele Ladungen verallgemeinern. Mit 15 gleichen Ladungen habe ich eine chirale Lösung erhalten:
<0.0395642604326893,0.933521178947358,-0.356332538162246>
<0.277773411757278,0.658962125902073,0.699007044562029>
<0.861373259735718,-0.20265734219585,-0.465796209802503>
<-0.448515899838698,-0.852955031449255,0.267022849054689>
<0.142132953025497,-0.727081816579792,-0.671677196027438>
<-0.647205967643376,-0.471103370918254,-0.599321323962579>
<-0.983522315290978,-0.0871169771546263,0.158412397292995>
<0.483218984659048,-0.864323636805311,0.139441972607676>
<0.868148121329735,-0.0439679997787819,0.494353774565446>
<-0.670916164461642,0.419049440668,-0.611775339924646>
<0.169913583608763,-0.436576692555847,0.883476182826807>
<-0.558301885971882,0.779016515266569,0.285363405261032>
<-0.480373186754638,0.0838410545430434,0.873047695730482>
<0.17074248808142,0.193992905547182,-0.966029893616718>
<0.775968357331064,0.617399646563492,-0.129192820405025>
In der folgenden Abbildung ist gut zu erkennen, wie zwei gegenüberliegende Seitenflächen nach rechts gegeneinander verdreht sind (Kanten gleicher Farbe haben die gleiche Länge). Es gibt eine spiegelbildliche Konfiguration, in der sie um den gleichen Winkel nach links verdreht sind. Beide Gleichgewichte haben die gleiche Energie, aber sie sind trotzdem eindeutg unterscheidbar und lassen sich nicht durch Rotation ineinander überführen.
TomS
Verfasst am: 24. Dez 2024 07:34
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
In vielen Fällen liefern die unterschiedlichen Potentiale sehr ähnliche optimale Polyeder P und Q, die bzgl. einer geeigneten Norm
mit kleinem epsilon genügen.
Das könnte daran liegen, dass die Potentiale ähnlich sind. Nimm doch mal ein Lennard-Jones-Potential mit rm<<r. Dabei kommt sicher etwas ganz anderes heraus.
Du hast für die meisten Fälle natürlich recht.
Die interessante Frage ist dann: Unter welchen Bedingungen können für
unterschiedliche
Potentiale
die selben Polyeder
folgen?
Ich formuliere das Extremalproblem auf der Sphäre S² zunächst als
Ersteres verwendet direkt den sphärischen Gradienten, letzteres besagt, dass für den Gradienten im 3-dim. euklidischen Raum noch eine Projektion E auf die S² erforderlich ist.
Dies entspricht für jedes n einem Kräftegleichgewicht
wobei F die Beträge der Kräfte und e die normierten Richtungsvektoren zwischen m und n bezeichnet.
Für Polyeder mit endlich vielen Ecken – damit endlich vielen verschiedenen paarweisen Abständen d und Beträgen von Kräften F – zerfällt dies je Punkt n in eine Summe über die Kanten (mn) von Graphen G(d) mit jeweils identischen Kantenlängen d:
Die Normierung der Richtungsvektoren definiert mittels der Polyederpunkte
packe ich in eine Funktion f(d).
Damit folgt
Mittels Projektion auf die Tangentialflächen je n erhält man
mit
Identische
Polyeder liefern zu
verschiedenen
Kräften bzw. Potentialen im Allgemeinen nur dann Kräftegleichgewicht, wenn dies
je Graph
zu Abstand d und Punkt n gilt.
Daraus folgt die rein geometrische und sehr allgemeine Bedingung
Wenn diese Bedingung für erfüllt ist, dann liefert das Extremalproblem für eine große Klasse verschiedener Potentiale immer den selben Polyeder als Lösung.
Das umfasst auch den Fall des sphärischen Gradienten auf der S² mit c = 0, sowie verschiedene Abstandsbegriffe wie z.B. den 3-dim. euklidischen Abstand oder den Abstand entlang von Großkreisen auf der S².
Ich schaue mir als nächstes derartige Graphen in verschiedenen Polyedern an.
TomS
Verfasst am: 23. Dez 2024 23:14
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Das Coulomb-Potential verhält sich dabei immer gemäß
...
Ist die untere Formel korrekt?
Sie erzeugt ja auch die obere für D=1; diese Redundanz erzeugt etwas Skepsis.
Ich wollte nur die Spezialfälle D = 1,2 hervorheben.
MBastieK
Verfasst am: 23. Dez 2024 22:32
Titel:
Wenn ich 5 oder 7 Teilchen auf
einer
Kugel nehme, dann bekomme ich für
Kraft-Weg 1 oder Kraft-Weg 2
die selben Abstands-Ergebnisse. Bei 9 Teilchen gibt es gewisse Gleichheiten, aber auch Unterschiedlichkeiten.
Nette Grüsse
MBastieK
Verfasst am: 23. Dez 2024 16:17
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Man hat zwei unabhängige Wahlmöglichkeiten:
1) die Dimension D des euklidischen Raumes, in den man
2) eine Sphäre der Dimension d einbettet.
Das Coulomb-Potential verhält sich dabei immer gemäß
...
Ist die untere Formel korrekt?
Sie erzeugt ja auch die obere für D=1; diese Redundanz erzeugt etwas Skepsis.
Nette Grüsse
MBastieK
Verfasst am: 23. Dez 2024 00:35
Titel:
Wenn ich 12 Teilchen auf einer Kugel-Ebene mit
Kraft-Weg 1
berechne, d.h. wo die Distanz und der natürlich tangentiale Kraft-Vektor der Raumkrümmungs-Geodäte auf der Kugel genutzt wird, dann erhalte ich auch ein Ikoaeder mit den typischen Werten:
1.05
1.70
2.0
Aber nur auf 2 Stellen nach dem Komma. Kraft-Weg 2 ist auf 5 Stellen nach dem Komma genau.
Nette Grüsse
TomS
Verfasst am: 22. Dez 2024 17:11
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
In vielen Fällen liefern die unterschiedlichen Potentiale sehr ähnliche optimale Polyeder P und Q, die bzgl. einer geeigneten Norm
mit kleinem epsilon genügen.
Das könnte daran liegen, dass die Potentiale ähnlich sind. Nimm doch mal ein Lennard-Jones-Potential mit rm<<r. Dabei kommt sicher etwas ganz anderes heraus.
Das kann schon sein, aber so ähnlich sind die Potentiale ~ r und ~ 1/r nicht.
Ich bin noch dabei, das zu implementieren – werde aber aktuell auch beim Weihnachtsbaum etc. gebraucht.
MBastieK
Verfasst am: 22. Dez 2024 16:53
Titel:
Folge-Beitrag
Wenn ich bei Ihren
geposteten
Anfangs-Koordinaten die Teilchen von der unteren Ebene auf die obere projeziere und die oberen auf die untere Ebene und dann ausführe, findet eine minimale Bewegung statt, aber die End-Positionen sind fast gleich.
Nette Grüsse
MBastieK
Verfasst am: 22. Dez 2024 16:35
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Gleichgewichtspositionen in kartesischen Koordinaten:
Ihre
geposteten
Anfangs-Koordinaten führen bei mir keine Bewegung aus.
Das scheinen aber andere Koordinaten zu sein, als in Ihrem Gif. Die 4 Teilchen auf der unteren Ebene bei den geposteten Anfangs-Koordinaten scheinen fast auf dem Äquator.
Nette Grüsse
DrStupid
Verfasst am: 22. Dez 2024 15:41
Titel:
In der Animation sieht man sehr gut, was bei der asymmetrischen Konfiguration auf zwei Kugeln passiert. Die Ladungen auf der äußeren Kugel hängen alle auf einer Seite fest. Um ins globale Minimum zu kommen, müsste eine davon auf die andere Seite. Aber dazwischen liegt ein Potentialwall, der von drei der inneren Ladungen gebildet wird.
DrStupid
Verfasst am: 22. Dez 2024 13:42
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
In vielen Fällen liefern die unterschiedlichen Potentiale sehr ähnliche optimale Polyeder P und Q, die bzgl. einer geeigneten Norm
mit kleinem epsilon genügen.
Das könnte daran liegen, dass die Potentiale ähnlich sind. Nimm doch mal ein Lennard-Jones-Potential mit rm<<r. Dabei kommt sicher etwas ganz anderes heraus.
DrStupid
Verfasst am: 22. Dez 2024 13:30
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Sie könnten mir ja mal hier Ihre End-Positions-Daten in sphärisch oder kartesisch (egal) posten.
Gleichgewichtspositionen in kartesischen Koordinaten:
Particle 0: (0.661941572794902, -0.392351776225047, -0.638665356739241)
Particle 1: (0.73064352006529, 0.66178980830995, 0.167911572572237)
Particle 2: (-0.785972513937296, -0.181790889540631, -0.590930858743316)
Particle 3: (-0.514883394256225, 0.586148494091974, 0.625559775875095)
Particle 4: (1.2124247566711, -0.494900335594715, 1.5116546785689)
Particle 5: (-0.191151035607303, 1.48429786306048, -1.32677094304192)
Particle 6: (-1.37182531679979, -0.798801128663407, 1.21655746145969)
Particle 7: (0.0441792619569695, -1.97617321191853, -0.304610619165758)
TomS
Verfasst am: 22. Dez 2024 13:08
Titel:
👍
MBastieK
Verfasst am: 22. Dez 2024 13:02
Titel:
Hier nochmal das Ikosaeder in schick und unbugged. Die einzigen und markanten drei Abstandswerte sind bei mir auch
1.05146
1.7013
2.0
Nette Grüsse
TomS
Verfasst am: 22. Dez 2024 12:19
Titel:
Ich schaue mir z.Zt. optimale Polyeder bzgl. verschiedener Potentiale an. Die Polyeder P mit Ecken p bezeichne ich als
Q analog.
Die Optimierung für zwei verschiedenen Potentiale ausgehend von derselben Ausgangskonfiguration bezeichne ich als M, N
Dabei ist
N analog.
Für die einzelnen Optimierungsschritte bzw. die gesamte Transformation eines Punktes n gilt
und somit
In vielen Fällen liefern die unterschiedlichen Potentiale sehr ähnliche optimale Polyeder P und Q, die bzgl. einer geeigneten Norm
mit kleinem epsilon genügen.
Das gilt jedoch nicht für eine
Darstellung
am Computer,
bei der verschiedene Nummerierungen der Ecken unterschieden werden
. Die Darstellung der Polyeder P und Q unterscheiden sich ggf. um eine beliebige Permutation
der Ecken sowie um eine globale Rotation der Polyeder als ganzem.
D.h. man müsste die Norm dadurch minimieren, dass man pi und Omega geeignet bestimmt d.h.
betrachtet.
Prinzipiell ist das möglich, praktisch scheitert es jedoch für große N und damit N!
Man findet pi nicht
.
Omega würde man anschließend mittels
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Orthogonal_Procrustes_problem
bestimmen.
Deswegen implementiere ich statt der o.g. Vorgehensweise für P, Q
für Q zusätzlich je Schritt i eine Rotation
wobei ich – nach der unabhängigen Optimierung für P, Q mittels m und n – mittels geeignetem kleinen omega die Norm
minimiere, um zu verhindern, dass P und Q auseinanderlaufen.
Man muss sich das so vorstellen, dass je Schritt i in m, n jeweils eine beliebige kleine globale Rotation omega(P), omega(Q) enthalten sein kann, so dass die Darstellungen der Polyeder auseinanderlaufen, obwohl sie modulo dieser globalen Symmetrie tatsächlich eng beieinanderbleiben.
Für bestimmte Optimierungsverfahren könnte dies je Schritt auch für Permutationen gelten; ich betrachte jedoch speziell das Gradientenverfahren, da sollte dies nicht der Fall sein.
Mal sehen, was dabei herauskommt …