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[quote="Mispel"]Vielen lieben Dank euch beiden für die (zahlreichen) Antworten! Ich glaube, ich habe es jetzt raus. Bin mal gespannt, was bei der Korrektur rumkommt. An der Aufgabe werde ich mich definitiv auch noch versuchen, ich denke, jetzt hatte ich auch das dazu notwendige Werkzeug in der Vorlesung. Man muss nur dazu kommen :D Eventuell melde ich mich dann nochmal mit meinen Lösungen, wenn ich die Korrektur zurück habe.[/quote]
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RomanGa
Verfasst am: 19. Nov 2024 21:41
Titel:
Hallo Mispel. Ich habe alle deine Fragen beantwortet. Du aber meine nicht. Dann steige ich aus dieser Diskussion aus, nicht wissend, ob dir jetzt alles klar ist.
Es wäre sehr schön, wenn ein Fragesteller mit „Danke, alles klar“ oder mit weiteren Fragen zeigen könnte, was los ist.
Myon
Verfasst am: 12. Nov 2024 15:48
Titel:
Für ein Vektorprodukt
gilt:
-u steht senkrecht auf v und auf w.
-u=0, wenn v und w parallel sind.
Für den vorliegenden Fall bedeutet das: Terme der Form
verschwinden. Terme der Form
stehen senkrecht auf
, tragen also nicht zum elektrischen Fluss bei. Die erwähnten Terme mit
und
müssen deshalb nicht weiter berücksichtigt werden.
Mispel
Verfasst am: 12. Nov 2024 15:24
Titel:
Nochmals vielen lieben Dank für all die Hilfe, diese Aufgabe verwirrt mich wirklich sehr...
Das mit dem variablen r ergibt natürlich Sinn, da das Volumen beliebig ist, muss der Abstand vom Ursprung auch je nach Winkel beliebig sein, kann ja schließlich auch eine unebene Kartoffel sein, die wir uns anschauen.
Die Rechnung bereitet mir nur noch immer Kopfschmerzen:
Also ignorieren wir
und
, weil sie mal
genommen werden und das dann keine radial nach außen zeigende Komponente von dF ist? Aber ist das denn nicht auch ein Beitrag, der radial nach außen zeigt,
ist doch schließlich der Einheitsvektor in r-Richtung?
Gibt es da eine Rechenregel für
, sodass mir der Rechenschritt mit dem Verschwinden von a und e klarer wird? Ich weiß gerade gar nicht, wie das mit Summen bei dem Kreuzprodukt ist, vielleicht fehlt mir das einfach? Ich könnte mir vorstellen, dass es damit zusammenhängt, dass das Kreuzprodukt von zwei parallelen Vektoren = 0 ist und
sowie
sind ja parallel zueinander.
Stimmt, dass ich
einsetze, habe ich vergessen explizit zu erwähnen!
RomanGa
Verfasst am: 08. Nov 2024 13:08
Titel:
Hallo Mispel. Du hattest drei Fragen gestellt:
Warum ist r abhängig von Theta und Phi? Sollte r nicht einfach die y-Koordinate sein?
Müsste dF nicht ein Vektor sein?
Woher kommt das r^2(Theta, Phi)?
Ist dir mit der Antwort von Myon geholfen? Oder möchtest du zu deiner Fragen Nr. 1 ein Bild, und zu Frage Nr. 3 eine dreiseitige handschriftliche kleinschrittige Lösung haben?
Übrigens ist deine letzte Rechnung
nur korrekt, wenn man das korrekte k kennt. Oder, anders herum, man kann daraus k bestimmen.
Myon
Verfasst am: 07. Nov 2024 11:24
Titel:
Zitat:
Hier beginnt wohl meine Verwirrung: Warum bzw. wie ist r abhängig von
und
?
Es soll der Rand eines beliebigen konvexen Volumens um den Ursprung parametrisiert werden, nicht eine Kugeloberfläche mit konstantem Radius. r=r(theta, phi) ist deshalb eine Funktion von theta und phi, die auf ihrem Definitionsbereich frei wählbar sind; sie wird durch das jeweilige Volumen bestimmt. Die Abbildung
parametrisiert die Oberfläche.
Zitat:
, wobei hier doch dF eigentlich ein Vektor sein müsste? Wahrscheinlich wurde der Pfeil einfach nur vergessen.
Ja, dF ist ein Vektor, der normal auf der Oberfläche steht und nach aussen zeigt. Die beiden Faktoren im Vektorprodukt liegen tangential zur Oberfläche, das Vektorprodukt somit normal zur Oberfläche.
Entscheidend ist nun: relevant für den Fluss durch die Oberfläche sind nur Komponenten von dF, die radial nach aussen zeigen. Deshalb ist nur das Produkt
für den Fluss relevant. Alle anderen Terme liefern keine Beiträge in radialer Richtung oder verschwinden. Von hier stammt auch der Faktor r^2*sin(theta).
Mispel
Verfasst am: 06. Nov 2024 22:50
Titel:
Wir haben die Lösung besprochen, allerdings blieben mir da ein paar Fragen bezüglich der Rechnung...
Das Ziel der Aufgabe war es, das Gaußsche Gesetz zu verifizieren. Wir sollten also das Integral mittels geeigneter Parametrisierung lösen.
Wir beginnen also mit
.
Nun parametrisieren wir die Oberfläche in Kugelkoordinaten mit den Variablen
Hier beginnt wohl meine Verwirrung: Warum bzw. wie ist r abhängig von
und
? Sollte in Kugelkoordinaten r nicht einfach nur die y-Koordinate von unserem Vektor
sein? Später in der Formel berechnen wir nämlich
und
Aber eben von r und nicht von
. Hier soll man doch nicht wieder auf
zurückgreifen. Man kann ja nicht schreiben
, dann wäre
, was nicht stimmt.
Die Rechnung geht dann jedenfalls mit eben jener Parametrisierung wie folgt weiter:
, wobei hier doch dF eigentlich ein Vektor sein müsste? Wahrscheinlich wurde der Pfeil einfach nur vergessen.
Dann wird die Produktregel angewandt:
Die Ableitung von
und
. Das kann ich nachvollziehen.
Aber dann wird die Rechnung wie folgt weitergeführt und den Schritt von oben hierhin verstehe ich nicht, ich denke dass das dann an den Ableitungen von r liegt. Auf der linken Seite wurde nun doch endlich die Richtung von dF berücksichtigt, aber woher kommt das
? Ist r einfach gar nicht abhängig von
und
, weswegen es einfach quadriert wird? Aber wozu dann der Aufriss, es immer extra als Abhängigkeit zu schreiben.
Was im nächsten Schritt passiert, verstehe ich wieder.
. Hier wird dann klar, dass das positive Vorzeichen zu wählen ist.
Somit ergibt sich dann am Ende das erwartete
.
Sorry, das ist doch mehr geworden, als ich beabsichtigt habe. Ich hoffe, man versteht es dennoch einigermaßen.
RomanGa
Verfasst am: 31. Okt 2024 18:19
Titel:
Hallo Mispel. Bitte sehr. - Ja, schreibe uns sehr gerne, was die von dir in der Aufgabe erwarten! Mein Tipp ist, wie auch dein Tipp, Q/epsilon.
Allerdings hatten wir nicht den originalen Wortlaut des Aufgabentextes zur Verfügung.
Mispel
Verfasst am: 31. Okt 2024 17:34
Titel:
Vielen lieben Dank euch beiden für die (zahlreichen) Antworten!
Ich glaube, ich habe es jetzt raus. Bin mal gespannt, was bei der Korrektur rumkommt.
An der Aufgabe werde ich mich definitiv auch noch versuchen, ich denke, jetzt hatte ich auch das dazu notwendige Werkzeug in der Vorlesung. Man muss nur dazu kommen
Eventuell melde ich mich dann nochmal mit meinen Lösungen, wenn ich die Korrektur zurück habe.
RomanGa
Verfasst am: 29. Okt 2024 11:12
Titel:
Hallo Mispel.
Zu deiner ersten Frage: Ob die Ladung im Inneren des Volumens liegt oder außerhalb. Wenn sie außerhalb liegen würde, wäre die Aufgabe trivial, das Ergebnis wäre null.
Zu deiner zweiten Frage: Ob … = q/epsilon gilt. Ja.
Zu deiner dritten Frage: Was die Aufgabe von dir will: Vielleicht will die Aufgabe prüfen, ob du die Maxwell-Gleichung div E = rho/epsilon (in differentieller Form) bzw. Integral E dA = q/epsilon (in Integralform) kennst.
Zu deiner vierten Frage: Ob das Ergebnis q / epsilon ist. Ja.
Zu deiner fünften Frage: Wie man das Gesetz Integral E dA = q/epsilon herleitet: Siehe unten.
Zu deiner sechsten Frage: Wie kommt es, dass hier zwei verschiedene Ergebnisse herauskommen. Dazu müsste ich deine andere Aufgabe (die mit der Kugel) kennen und den Lösungsweg sehen.
Zu deiner siebten Frage: Ob man die Gestalt des Volumens kennen muss: Nein. Um die Formel Integral E dA = q/epsilon anzuwenden, muss man nur die Gesamtladung im Volumen kennen. Man muss keine Kenntnis über die Form des Volumens haben.
Zu deiner achten Frage: Ob es eine allgemeingültige Weise gibt, den Fluss durch die Oberfläche eines Volumens zu berechnen, wenn man die eingeschlossene Ladung kennt: Ja. Man verwendet immer Integral E dA = q/epsilon.
Allgemein: Der Dreh- und Angelpunkt in der Elektrotechnik sind die Maxwell-Gleichungen. Diese sind nicht beweisbar. Wir verwenden
Daraus lässt sich beweisen (Übung für dich):
wobei
bedeutet: Rand von V.
Daraus lässt sich das E-Feld im Abstand r von einer Punktladung Q berechnen. Übung für dich.
Wenn du fertig bist, dann siehst du, was das k in deiner allerersten Formel ist. Und deine 4 pi Frage (Frage Nummer 6) wird dann evtl. auch geklärt sein.
Wie du siehst, lassen sich in der Elektrotechnik viele Formeln aus den vier Maxwell-Gleichungen ableiten. Diese sind die Basis von allem.
Myon
Verfasst am: 26. Okt 2024 14:42
Titel:
Mispel hat Folgendes geschrieben:
Aber man bekommt ja für
.
Das gilt aber nicht für den Ort der Punktladung selbst. Für eine Punktladung im Ursprung gilt
Liegt die Ladung im Volumen, ergibt das Volumenintegral q/epsilon0.
Mispel
Verfasst am: 26. Okt 2024 14:17
Titel:
Oh, dankeschön für die schnelle Antwort!
Also ist der elektrische Fluss durch die Oberfläche einfach
?
Das kann doch nicht die ganze Aufgabe sein? Wie würde man denn das Gaußsche Gesetz herleiten, um zu zeigen, dass die Gleichung hier gilt?
Wir hatten den Zusammenhang
Aber man bekommt ja für
. Uns wurde gesagt, dass dies ein Definitionsproblem der Divergenz sei: Die Ladung liegt im Ursprung des Koordinatensystems und deswegen gilt diese Gleichung hier nicht. Aber wie würde man denn dann dennoch auf
kommen?
Wir hatten an anderer Stelle dieselbe Aufgabe, aber sollten den Fluss durch eine Kugeloberfläche mit Radius R berechnen. Dabei kamen wir auf das Ergebnis
. Woran liegt es, dass hier zwei verschiedene Ergebnisse herauskommen? Das muss dann ja am Volumen liegen: aber wenn das Ergebnis davon abhängig ist, dann kann man den Fluss doch nicht ausrechnen, ohne das Volumen zu kennen?
Sorry, das sind vielleicht etwas viele Fragen, ich bin nur sehr verwirrt. Es wirkt so, als würde jede Aufgabe anders berechnet werden müssen. Aber es muss doch eine allgemeingültige Weise geben, auf die man es berechnen kann?
Myon
Verfasst am: 25. Okt 2024 19:45
Titel: Re: Fluss des elektrischen Feldes einer Punktladung
Mispel hat Folgendes geschrieben:
Müsste nicht, sofern die Punktladung im Inneren des Volumens ist, der Gaußsche Satz gelten und
sein, wobei hier
einfach q wäre?
Doch, genau. Aufgrund des gegebenen E-Felds ist klar, dass sich die Ladung im Ursprung und damit innerhalb der geschlossenen Fläche befindet.
PS: Genauer wäre "Gausssches Gesetz".
Mispel
Verfasst am: 25. Okt 2024 18:26
Titel: Fluss des elektrischen Feldes einer Punktladung
Meine Frage:
Hallo,
wir sollen den Fluss des elektrischen Feldes einer Punktladung
, mit konstante k durch die Oberfläche eines konvexen Volumens mit glatter Oberfläche, das den Ursprung des Koordinatensystems im Inneren enthält, berechnen.
Meine Ideen:
Ich bin verwirrt, da uns die Position der Punktladung nicht genannt wurde. Ist dies nicht wichtig für die Berechnung des elektrischen Flusses? Wenn die Ladung im Inneren liegt, dann ergibt sich doch ein anderer Fluss als wenn diese außen liegt (dann heben sich die Komponenten durch die verschiedengerichteten Normalenvektoren der Oberfläche doch gegenseitig auf...)?
Als konvexes Volumen mit glatter Oberfläche habe ich mir nun ersteinmal ein kartoffelartiges Gebilde gedacht, in dessen Innerem der Ursprung liegt.
Jedenfalls würde ich mit einem geschlossenen Oberflächenintegral starten:
Allerdings fängt hiermit die Schwierigkeit des unbestimmten Volumens an: Was ist denn mein
?
Im Weltner habe ich allgemein für Oberflächenintegrale diese Rechnung gefunden:
Doch ich weiß nicht, wie genau ich das auf die folgende Aufgabe anwenden könnte bzw. ob ich das überhaupt darf. Hier sollte sich die Rechnung ja auch ein wenig anders verhalten, da es ein geschlossenes Oberflächenintegral ist.
Eingesetzt erhalte ich:
, wobei diese Integrale dann schon sehr kompliziert werden und ich ja auch keine Grenzen zum Einsetzen habe.
Müsste nicht, sofern die Punktladung im Inneren des Volumens ist, der Gaußsche Satz gelten und
sein, wobei hier
einfach q wäre? Wenn dem nicht so ist, warum nicht?
Was will die Aufgabe überhaupt von mir? Es wirkt so, als sollten wir zeigen, wie man ganz allgemein ohne spezifisches Volumen geschlossene Oberflächenintegrale löst.