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[quote="ML"]Hallo, [quote="Wilfried_Kuhn_Fan"] mir hat sich eine Frage bezüglich der Definition der Spannung U=W/Q und dem Zusammenhang E=U/d ergeben. Die elektrische Arbeit ist definiert als [latex]W=-q*\int_a^b \! E(s) \, \dd s [/latex]. Dabei wäre nun die Spannung U nach W=Q*U [latex]-\int_a^b \! E(s) \, \dd s [/latex]. Im homogenen Feld ist ja E(s)=konstant, woraus sich [latex]U=-E\int_a^b \! \, \dd s =-E*s[/latex] ergibt. Warum ist dann mit s=d nicht E=-U/d? Ich vermute, dass ein Grund sein könnte, dass E=U/d nur den Betrag beschreibt? Danke für die Hilfe![/quote] Entscheidend ist hier die Richtung, in die die Arbeit fließt. Meint man mit W die Energie, die vom Feld zur Ladung fließt oder umgekehrt? . In der überwiegenden Anzahl der Lehrbücher geht man davon aus, dass W die Arbeit ist, die einem System (hier: einem geladenen Körper) zufließt. In diesem Sinne ist [latex]W = \int \limits_{A}^{B} \vec F \cdot \mathrm{d}\vec s[/latex] die Arbeit, die ein Körper erhält, der sich von A nach B bewegt, wobei jeweils die Kraft F wirkt. Wenn die Kraft eine elektrische Kraft ist, so gilt wegen [latex]\vec F = q \cdot \vec E[/latex]: [latex]W = \int \limits_{A}^{B} q \cdot \vec E \cdot \mathrm{d}\vec s[/latex] Die Spannung von A nach B lautet: [latex]U = \int \limits_{A}^{B} \vec E \cdot \mathrm{d}\vec s[/latex] In dieser Gleichung kommt kein negatives Vorzeichen vor. Wenn wir von einem homogenen Feld ausgehen, gilt folgendes: Die Spannung von A nach B ist positiv, wenn E von A nach B zeigt und die Integrationsrichtung auch von A nach B verläuft. Zeigt E von A nach B und ist s der Betrag der Länge, so gilt: E=U/s, mit positivem Vorzeichen. Ich vermute, dass Du Dir das negative Vorzeichen durch irgend eine Besonderheit eingehandelt hast. Wenn Du beispielsweise mit Elektronen hantierst, sagt man oft: q = -e, wobei e die Elementarladung ist. Oder irgendwo hast Du die Integrationsrichtung nicht mitgedacht. Viele Grüße Michael[/quote]
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Wilfried_Kuhn_Fan
Verfasst am: 13. Okt 2024 07:17
Titel:
Danke für die Antwort! Jetzt erkenne ich es.
ML
Verfasst am: 12. Okt 2024 23:51
Titel: Re: Vorzeichen der Feldstärke im homogenen Feld
Hallo,
Wilfried_Kuhn_Fan hat Folgendes geschrieben:
mir hat sich eine Frage bezüglich der Definition der Spannung U=W/Q und dem Zusammenhang E=U/d ergeben.
Die elektrische Arbeit ist definiert als
.
Dabei wäre nun die Spannung U nach W=Q*U
.
Im homogenen Feld ist ja E(s)=konstant, woraus sich
ergibt.
Warum ist dann mit s=d nicht E=-U/d?
Ich vermute, dass ein Grund sein könnte, dass E=U/d nur den Betrag beschreibt?
Danke für die Hilfe!
Entscheidend ist hier die Richtung, in die die Arbeit fließt.
Meint man mit W die Energie, die vom Feld zur Ladung fließt oder umgekehrt?
.
In der überwiegenden Anzahl der Lehrbücher geht man davon aus, dass W die Arbeit ist, die einem System (hier: einem geladenen Körper) zufließt.
In diesem Sinne ist
die Arbeit, die ein Körper erhält, der sich von A nach B bewegt, wobei jeweils die Kraft F wirkt.
Wenn die Kraft eine elektrische Kraft ist, so gilt wegen
:
Die Spannung von A nach B lautet:
In dieser Gleichung kommt kein negatives Vorzeichen vor.
Wenn wir von einem homogenen Feld ausgehen, gilt folgendes:
Die Spannung von A nach B ist positiv, wenn E von A nach B zeigt und die Integrationsrichtung auch von A nach B verläuft.
Zeigt E von A nach B und ist s der Betrag der Länge, so gilt: E=U/s, mit positivem Vorzeichen.
Ich vermute, dass Du Dir das negative Vorzeichen durch irgend eine Besonderheit eingehandelt hast. Wenn Du beispielsweise mit Elektronen hantierst, sagt man oft: q = -e, wobei e die Elementarladung ist. Oder irgendwo hast Du die Integrationsrichtung nicht mitgedacht.
Viele Grüße
Michael
Wilfried_Kuhn_Fan
Verfasst am: 12. Okt 2024 22:56
Titel: Vorzeichen der Feldstärke im homogenen Feld
Hallo,
mir hat sich eine Frage bezüglich der Definition der Spannung U=W/Q und dem Zusammenhang E=U/d ergeben.
Die elektrische Arbeit ist definiert als
.
Dabei wäre nun die Spannung U nach W=Q*U
.
Im homogenen Feld ist ja E(s)=konstant, woraus sich
ergibt.
Warum ist dann mit s=d nicht E=-U/d?
Ich vermute, dass ein Grund sein könnte, dass E=U/d nur den Betrag beschreibt?
Danke für die Hilfe!