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[quote="Frankx"][quote]Das stimmt schon, aber wenn wir uns mal 'ne Spritze vorstellen, welche genau umgekehrt einen Körper mit Durchmesser 2mm und eine Nadel mit Durchmesser 2cm hat (es gibt schönere Gedankenexperimente) dann würde sich da ja nichts dran ändern und ich müsste jetzt mit den Nadeldurchmesser arbeiten, oder nicht ? [/quote] Du müsstest mit dem Durchmesser rechnen, auf den die Kraft wirkt. In der Technik wird dieses Prinzip zur Kraftübersetzung (ähnlich einem Hebelarm) benutzt. Man drückt mit kleiner Kraft auf die Kolbenstange eines Hydraulikzylinders (kleiner Durchmesser, langer Hub) und leitet das herausgedrückte Öl in einen anderen Hydraulikzylinder mit großem Durchmesser und kleinem Hub. An dessen Kolbenstange erreicht man dann entsprechend dem Verhältnis der Zylinderkolbenflächen eine größere Kraft. Der Druck im gesamten System ist dabei in allen Bereichen statisch gleich hoch. .[/quote]
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Frankx
Verfasst am: 07. Aug 2017 12:40
Titel:
Zitat:
Das stimmt schon, aber wenn wir uns mal 'ne Spritze vorstellen, welche genau umgekehrt einen Körper mit Durchmesser 2mm und eine Nadel mit Durchmesser 2cm hat (es gibt schönere Gedankenexperimente) dann würde sich da ja nichts dran ändern und ich müsste jetzt mit den Nadeldurchmesser arbeiten, oder nicht ?
Du müsstest mit dem Durchmesser rechnen, auf den die Kraft wirkt.
In der Technik wird dieses Prinzip zur Kraftübersetzung (ähnlich einem Hebelarm) benutzt.
Man drückt mit kleiner Kraft auf die Kolbenstange eines Hydraulikzylinders (kleiner Durchmesser, langer Hub) und leitet das herausgedrückte Öl in einen anderen Hydraulikzylinder mit großem Durchmesser und kleinem Hub.
An dessen Kolbenstange erreicht man dann entsprechend dem Verhältnis der Zylinderkolbenflächen eine größere Kraft. Der Druck im gesamten System ist dabei in allen Bereichen statisch gleich hoch.
.
moody_ds
Verfasst am: 06. Aug 2017 19:25
Titel:
tah hat Folgendes geschrieben:
Das stimmt schon, aber wenn wir uns mal 'ne Spritze vorstellen, welche genau umgekehrt einen Körper mit Durchmesser 2mm und eine Nadel mit Durchmesser 2cm hat (es gibt schönere Gedankenexperimente) dann würde sich da ja nichts dran ändern und ich müsste jetzt mit den Nadeldurchmesser arbeiten, oder nicht ?
Wenn der Arzt dann von dort mit 300 N gegen drückt.
Mache doch mal folgendes:
Rechne die Aufgabe ganz normal aus. Mit dem Druck kriegst du dann die Kraft an der Nadelspitze raus (wenn da auch irgendwie eine Platte rausgedrückt würde oder so).
Und dann kannst du dein Gedankenexperiment ja machen und mit der gerade berechneten Kraft rechnen (statt den 300 N). Ich hoffe dir wird dann klar wie der Zusammenhang ist.
tah hat Folgendes geschrieben:
Ich weiß nicht ob es so ne Regel geben kann aber kann man sich da merken, dass der Flüssigkeitsdruck aus dem größeren Raum entspringt bzw. sogar der Flüssigkeitsdruck aus dem Raum entspringt auf den die Kraft als erstes wirkt (Im Gedankenexperiment dann doch Körper und nicht die Nadel).
Wenn ich dich richtig verstehe, nein. Der Druck ist konstant. Er kommt natürlich durch das Drücken zustanden, allerdings hat das mit der Raumgröße nichts zu tun.
tah
Verfasst am: 06. Aug 2017 19:20
Titel:
Das stimmt schon, aber wenn wir uns mal 'ne Spritze vorstellen, welche genau umgekehrt einen Körper mit Durchmesser 2mm und eine Nadel mit Durchmesser 2cm hat (es gibt schönere Gedankenexperimente) dann würde sich da ja nichts dran ändern und ich müsste jetzt mit den Nadeldurchmesser arbeiten, oder nicht ?
Ich weiß nicht ob es so ne Regel geben kann aber kann man sich da merken, dass der Flüssigkeitsdruck aus dem größeren Raum entspringt bzw. sogar der Flüssigkeitsdruck aus dem Raum entspringt auf den die Kraft als erstes wirkt (Im Gedankenexperiment dann doch Körper und nicht die Nadel).
Ich hoffe ich bin da nicht zu unverständlich nur fehlt mir da nur der kleine Zusammenhang damit mein Kopf das akzeptiert.
Edit: Danke an moody_ds, haben wohl gleichzeitig unsere Nachrichten getippt. Die Anmerkung mit dem Druckgradienten hat mir geholfen. Ganz bildlich vorstellen kann ich mir das noch nicht, dass es keine Auswirkungen hat, dass die Kraft auch nicht zu einem höheren Druck in der Nadelspitze führt aber trotzdem Vielen Dank an euch beide.
moody_ds
Verfasst am: 06. Aug 2017 19:16
Titel:
Ein paar Anmerkungen:
Hätte das Fluid in der Spritze nicht überall denselben Druck, hättest du einen Druckgradienten und das Fluid würde dadurch fließen.
Die 300 N werden ja auf eine Fläche mit 2cm Radius angewendet, nicht auf die Spitze. Schau dir mal an wie das mit der Hydraulik aussieht.
p = F / A
p = const in der Spritze
das heißt dort wo die Spitze ist, wirkt eine höhere Kraft
Du könntest also mit den 300 N und den 2mm gar nicht rechnen.
isi1
Verfasst am: 06. Aug 2017 18:04
Titel:
Der Druck der Flüssigkeit ist doch in der ganzen Flüssigkeit gleich groß, wenn die Schwerkraft keine Rolle spielt und keine Fließbewegung stattfindet.
tah
Verfasst am: 06. Aug 2017 17:34
Titel: Druck von Flüssigkeit in Nadelspitze - Verständnisproblem
Hallo liebes Forum,
ich habe die gleiche Aufgabe wie Lini3 aus
diesem Thread
vor mir.
Den Lösungsweg an sich versteh ich schon, nur leider fällt es mir schwer zu begreifen wieso der Innendurchmesser der Spritze (2cm) und nicht der Durchmesser der Nadel (2mm) benutzt wurde. Meine Fragestellung lautet nämlich: "Welchen Druck hat die Flüssigkeit in der Nadelspitze in etwa ?". Lösung soll ebenfalls 950 kPa sein.
Es muss doch der Druck in der Nadelspitze berechnet werden