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[quote="Semantis"]Hallo Steffen, also Deine Idee aufgreifend: Durch das Anschlagen wird ein Impuls auf die Klangschale übertragen, der sich (vereinfacht) einmal links und einmal rechts um die Schale herum als Welle ausbreitet. Passt der Umfang der Schale an den verschiedenen Stellen zur Wellenlänge, dann entsteht eine stehende Welle (Ton hörbar). Ansonsten kommt es zur negativen Interferenz (kein Ton hörbar) und die Welle verebbt. Das wäre die Erklärung für einen Ton, aber wie entstehen die anderen ? Gruß, Semantis[/quote]
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Steffen Bühler
Verfasst am: 21. Jan 2015 15:49
Titel:
Hier kann ich von der Theorie her leider nichts sagen. Praktisch sehe ich keinen Unterschied, ob Du eine hohle Kugel oder hohle Halbkugel zum Klingen bringst. Das Prinzip (Welle läuft um den "Äquator") sollte dasselbe bleiben.
Wenn noch jemand hier was dazu schreiben möchte, kann er's gerne tun.
Viele Grüße
Steffen
nogger
Verfasst am: 21. Jan 2015 14:52
Titel:
Hallo Steffen,
Danke Dir !
Was würde sich ändern, wenn wir einen kompletten Kugelresonator nehmen würden, anstelle einer Klangschale, also zwei Klangschalen aufeinanderlegen würden ?
Würde ich dieselbe Anzahl Töne hören, mehr oder weniger, weil es beim geschlossenen Kugelresonator zu weiteren Interferenzen kommen würde ?
Änderung der Klangfarbe einmal unberücksichtigt.
Danke !
Steffen Bühler
Verfasst am: 21. Jan 2015 14:23
Titel:
Die Antwort ist jeweils "ja".
Viele Grüße
Steffen
Semantis
Verfasst am: 21. Jan 2015 14:22
Titel:
Hallo Steffen,
Danke für Deine Antwort. Die Frequenzen sind wohl am naheliegendsten die Harmonischen, die Wellenlängen 1/n tel des Grundtons ?
Gruß,
Semantis
PS: mit "unterer Rand der Halbugel" meinst Du die "offene Seite" !?
Steffen Bühler
Verfasst am: 21. Jan 2015 13:28
Titel:
Deine Erklärung ist richtig! Der "Grundton" entsteht, wenn die Wellenlänge genau einmal auf den unteren Rand der Halbkugel passt. Dann treffen gleiche Kurventeile aufeinander. Die Halbkugel wird beim Anschlagpunkt und gegenüber leicht nach innen gebogen sein, 90° davon entfernt leicht nach außen.
Aber auch bei anderen Wellenlängen können sich die Schwingungen entlang des unteren Rands "anschmiegen", so dass der Anfang dem Ende entspricht! Kannst Du Dir vorstellen, welche Frequenzen das sind?
Semantis
Verfasst am: 21. Jan 2015 13:08
Titel:
Hallo Steffen,
also Deine Idee aufgreifend: Durch das Anschlagen wird ein Impuls auf die Klangschale übertragen, der sich (vereinfacht) einmal links und einmal rechts um die Schale herum als Welle ausbreitet.
Passt der Umfang der Schale an den verschiedenen Stellen zur Wellenlänge, dann entsteht eine stehende Welle (Ton hörbar). Ansonsten kommt es zur negativen Interferenz (kein Ton hörbar) und die Welle verebbt.
Das wäre die Erklärung für einen Ton, aber wie entstehen die anderen ?
Gruß,
Semantis
Steffen Bühler
Verfasst am: 20. Jan 2015 16:15
Titel:
Unsere Beiträge enden fast immer mit einer Frage, denn wir helfen ja nur bei der Lösung und schreiben sie nicht hin.
Ja, Du hast es richtig verstanden. Nun stell Dir die Stoßwelle vor, wie sie um den unteren Rand der Halbkugel entlangläuft. Der Rest der Kugel verformt sich ja zwangsläufig mit.
Es soll ja nun eine
stehende Welle
entstehen. Wie kann die aussehen?
Semantis
Verfasst am: 20. Jan 2015 16:10
Titel:
Danke Dir ...
War Dein Beitrag beendet ? Er endete mit einer Frage ...
Also sind die verschiedenen wahrnehmbaren Töne quasi die Harmonischen des Grundtons der gesamten Schale und nicht durch "Einzelringe" verursacht ?
Steffen Bühler
Verfasst am: 20. Jan 2015 15:41
Titel:
Nein, das steckt ein Denkfehler drin. Wären die einzelnen Ringe nicht miteinander verbunden, hättest Du natürlich recht, das gäbe allerdings auch einen ziemlichen Mischmasch aller möglichen Töne, so eine Art Cluster, als ob Du den Unterarm auf eine Klaviatur legst.
Hier ist aber alles miteinander verbunden, daher ist die Entstehung der Töne anders zu erklären. Es läuft gewissermaßen eine Verformungswelle vom Anschlagspunkt rund um die Halbkugel. Kannst Du Dir das vorstellen? Wie kann die Halbkugel nun von dieser Welle verformt werden?
Semantis
Verfasst am: 20. Jan 2015 14:39
Titel: Grundton und Obertöne einer Klangschale
Hallo zusammen,
beim Anschlagen einer Klangschale mit z.B. d = 20cm (halber Kugelresonator) hört man deutlich mehrere Töne gleichzeitig, je nach Gehör zwischen 2 und 5.
Wie kann man deren Entstehung am besten erklären bzw. formal zeigen ?
Ich stelle mir das so vor, daß die Klangschale eine Aufeinanderschichtung von vielen Metallringen mit immer kleiner werdendem Durchmesser (von max = 20cm bis min = 1cm) ist. Wenn man Sie anschlägt, kommt es bei den verschiedenen Durchmessern zu Resonanzen, die dann als Töne hörbar sind.
Soweit in Worten.
Ist diese Sichtweise korrekt, und wie kann man bei gegebenem Durchmesser von 20cm die verschiedenen Töne formal herleiten ?
Danke !