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[quote="xenophil"]Hallo, ich sitze gerade daran, für eine Freundin einen Schwingkreis durch eine Differentialgleichung zu beschreiben und bin auf ein kleines Problem gestoßen. Und zwar: Zunächst wird eine Kapazität C auf einen bestimmten Wert geladen, dann wird ein Schalter umgelegt und die Quelle abgekoppelt. In diesem Augenblick wird der Kondensator zur Quelle in einer Masche mit einem ohmschen Widerstand sowie einer Induktivität L - alles in Reihe geschaltet. Ich weiß nicht, ob Elektrotechniker das irgendwie anders sehen, als die Physiker, die die Aufgabe geschrieben haben, aber: es fließt nur ein Strom in der Masche, beispielsweise vom Kondensator aus nach oben, dann durch Induktivität und Widerstand. Alle Spannungen zeigen nach unten. Es liegen also entgegengesetzte Zählpfeile am Kondensator vor (Generatorzählpfeilsystem) und gleichgerichtete Spannung und Strom an Widerstand und Induktivität (Verbraucherzählpfeilsystem). Ergibt ja auch Sinn - die Kapazität wird zur Quelle der Masche. Wenn ich nun einen Maschenumlauf nach Kirchhoff mache, komme ich für die Masche auf folgende Gleichung: [latex]0 = u_R(t)+u_L(t)-u_C(t)[/latex] In der Aufgabe heißt es aber: Leite die Differentialgleichung [latex]L \frac{\dd^2 i(t)}{\dd t^2} + R \frac{\dd i(t)}{\dd t} + \frac{1}{C} i(t) = 0[/latex] her und [...]. Nun, auf die DGL komme ich auch bis auf das Vorzeichen von [latex]\frac{1}{C} i(t)[/latex], welches bei mir eben negativ ist wegen dem Maschenumlauf und Generatorzählpfeilsystem. Sehe ich das einfach zu eng, ist dass Vorzeichen also eigentlich trivial oder sehen die Physiker das grundlegend anders als Elektrotechniker? Oder mache ich da einfach was grundlegend falsch? Eine Antwort auf die Frage wäre echt nett, danke im Voraus! Viele Grüße[/quote]
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xenophil
Verfasst am: 23. Jan 2013 18:13
Titel:
Hah, stimmt! Ganz übersehen. Danke.
GvC
Verfasst am: 23. Jan 2013 17:57
Titel:
xenophil hat Folgendes geschrieben:
es fließt nur ein Strom in der Masche, beispielsweise vom Kondensator aus nach oben ...
... und damit gegen die von Dir eingezeichnete Spannungsrichtung von u
c
. Damit lautet die Beziehung zwischen Strom und Spannung
xenophil
Verfasst am: 23. Jan 2013 17:09
Titel: Reihenschwingkreis DGL
Hallo,
ich sitze gerade daran, für eine Freundin einen Schwingkreis durch eine Differentialgleichung zu beschreiben und bin auf ein kleines Problem gestoßen.
Und zwar: Zunächst wird eine Kapazität C auf einen bestimmten Wert geladen, dann wird ein Schalter umgelegt und die Quelle abgekoppelt. In diesem Augenblick wird der Kondensator zur Quelle in einer Masche mit einem ohmschen Widerstand sowie einer Induktivität L - alles in Reihe geschaltet.
Ich weiß nicht, ob Elektrotechniker das irgendwie anders sehen, als die Physiker, die die Aufgabe geschrieben haben, aber: es fließt nur ein Strom in der Masche, beispielsweise vom Kondensator aus nach oben, dann durch Induktivität und Widerstand. Alle Spannungen zeigen nach unten. Es liegen also entgegengesetzte Zählpfeile am Kondensator vor (Generatorzählpfeilsystem) und gleichgerichtete Spannung und Strom an Widerstand und Induktivität (Verbraucherzählpfeilsystem). Ergibt ja auch Sinn - die Kapazität wird zur Quelle der Masche.
Wenn ich nun einen Maschenumlauf nach Kirchhoff mache, komme ich für die Masche auf folgende Gleichung:
In der Aufgabe heißt es aber: Leite die Differentialgleichung
her und [...].
Nun, auf die DGL komme ich auch bis auf das Vorzeichen von
, welches bei mir eben negativ ist wegen dem Maschenumlauf und Generatorzählpfeilsystem.
Sehe ich das einfach zu eng, ist dass Vorzeichen also eigentlich trivial oder sehen die Physiker das grundlegend anders als Elektrotechniker? Oder mache ich da einfach was grundlegend falsch?
Eine Antwort auf die Frage wäre echt nett, danke im Voraus!
Viele Grüße