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[quote="Xeal"]Hallo, In einem Schulbuch findet man folgendes Experiment (Durchführung ist etwas abgekürzt): Man legt zwei Kopierfolien auf einem Tisch übereinander. Anschließend werden diese mit der trockenen Hand kräftig abgerieben. Man nimmt die Folien vom Tisch und trennt sie in der Luft. Beobachtung: Nähert man die Folien einander, ziehen sie sich an. Daraus folgt, dass die Folien unterschiedlich geladen sein müssen. Meine Frage: Welche Vorgänge führen dazu, dass beide Folien entgegen gesetzt geladen sind? Ich dachte, dass durch das Reiben der oberen Folie diese eine Ladung erhält. Denn durch das Reiben Wandern Elektronen von der Folie auf die Haut (bzw. umgekehrt, das Vorzeichen spielt für mich jedoch zunächst keine Rolle). Ich verstehe nun aber nicht, wie die Ladung der unteren Folie zu stande kommt. Viele Grüße[/quote]
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Xeal
Verfasst am: 04. Jan 2013 08:52
Titel:
Danke für die Antwort.
Zitat:
Die untere Folie liegt auf Masse, die ändert ihre Ladung nicht. (zumindest, wenn ich deinen Aufbau korrekt nachvollzogen habe)
Ich führe das Experiment üblicherweise auf einer Tischplatte aus Kunststoff aus. Sicher, dass die untere Folie dann auf Masse liegt? Ich hätte den Tisch als Isolator betrachtet.
Zitat:
Im Feld der zweiten Folie kann eine Oberflächenladung induziert werden, sodass sich die Folien anziehen.
Verstehe ich das richtig: Die obere Folie wird durch das Reiben aufgeladen und erzeugt somit ein elektrisches Feld. Dieses Feld führt in der ursprünglich unteren (elektische neutralen) Folie zu einer Polarisation, was letztlich zur Anziehung der beiden Folien führt?
Der Mechanismus erinnert stark an den der induzierten Dipole bei der Van-der-Waals Wechselwirkung.
Chillosaurus
Verfasst am: 03. Jan 2013 14:20
Titel: Re: Reibungselektrizität bei Kopierfolien
Xeal hat Folgendes geschrieben:
[...] Daraus folgt, dass die Folien unterschiedlich geladen sein müssen. Meine Frage: Welche Vorgänge führen dazu, dass beide Folien entgegen gesetzt geladen sind?
Folie und Hand haben unterschiedliche Austrittsarbeit für Elektronen, sodass beim Kontakt Elektronen von der Folie auf die Hand oder andersherum gelangen können. Dadurch wird die Folie geladen.
Zitat:
[...] Ich verstehe nun aber nicht, wie die Ladung der unteren Folie zu stande kommt. [...]
Die untere Folie liegt auf Masse, die ändert ihre Ladung nicht. (zumindest, wenn ich deinen Aufbau korrekt nachvollzogen habe). Im Feld der zweiten Folie kann eine Oberflächenladung induziert werden, sodass sich die Folien anziehen.
Xeal
Verfasst am: 03. Jan 2013 08:19
Titel: Reibungselektrizität bei Kopierfolien
Hallo,
In einem Schulbuch findet man folgendes Experiment (Durchführung ist etwas abgekürzt):
Man legt zwei Kopierfolien auf einem Tisch übereinander. Anschließend werden diese mit der trockenen Hand kräftig abgerieben. Man nimmt die Folien vom Tisch und trennt sie in der Luft.
Beobachtung: Nähert man die Folien einander, ziehen sie sich an.
Daraus folgt, dass die Folien unterschiedlich geladen sein müssen. Meine Frage: Welche Vorgänge führen dazu, dass beide Folien entgegen gesetzt geladen sind?
Ich dachte, dass durch das Reiben der oberen Folie diese eine Ladung erhält. Denn durch das Reiben Wandern Elektronen von der Folie auf die Haut (bzw. umgekehrt, das Vorzeichen spielt für mich jedoch zunächst keine Rolle).
Ich verstehe nun aber nicht, wie die Ladung der unteren Folie zu stande kommt.
Viele Grüße