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[quote="armchairastronaut"]ich geb's zu, ich habe die Frage vor wenigen Monaten schon ähnlich in einem anderen Forum gestellt, aber die Antworten waren leider nicht ganz überzeugend. In einer Internet-Enzyklopädie wurde geschrieben, für die sowjetische N1-Rakete sei eine Mischung von Flüssigwasserstoff und Methan vorgesehen gewesen: [quote]A mixture of liquid hydrogen and methane was considered as a better-performance propellant[/quote] [url]http://www.friends-partners.org/partners/mwade/articles/sovpart1.htm[/url] Ich frage mich allerdings, wie das gehen soll, denn Wasserstoff und Methan haben keinen gemeinsamen Temperaturbereich, in dem sie beide flüssig sind. Kann man etwa festes Methan in Flüssigsauerstoff lösen, ohne dass es sich am Boden absetzt? Hat sich der Autor getäuscht oder habe ich da einen wichtigen Punkt übersehen?[/quote]
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armchairastronaut
Verfasst am: 11. Okt 2012 10:04
Titel:
Das hieße demnach auch, wenn ich da mal weiterspekuliere, dass eine solche Lösung, wenn sie denn tatsächlich erstellbar ist (ich habe absolut keine Idee, wie man Methan zerkrümelt und in Flüssigwasserstoff aufrührt), dass die Lagerfähigkeit der Lösung gegenüber Flüssigwasserstoff erheblich verbessert würde, richtig?
Nur würde mich interessieren, ob das tatsächlich mal in der Praxis versucht wurde (es ginge bei der N1-Rakete immerhin um mehrere hundert Tonnen.
magician4
Verfasst am: 10. Okt 2012 21:35
Titel:
zum einen ist deine vermutung methan wuerde sich in wasserstoff loesen begruendet: beide molekuele sind unpolar, und es kommt daher zu einer hohen affinitaet zueinander ("similia similibus solvuntur" )
man hat es also mit einer aehnlichen situation zu tun wie bei dem aufloesen von haushaltszucker ( m.p. ca. 185°C ) in wasser (sdp. 100°C / 1 bar)
als nebeneffekt waere ansonsten darauf hinzuweisen, dass weiterhin einerseits dem wasserstoff durch darin geloestes methan eine signifikante
siedepunktserhoehung
zuteil wird, waehrend andereseits dem methan eine signifikante
gefrierpunktserniedrigung
angetan wird.
man darf in jedem falle abschaetzen , dass dadurch die phasenluecke - wenn es denn eine gaebe - sicherlich kleiner wird, wenn nicht sogar komplett verschwindet.
--> das hoert sich fuer mich nicht komplett unsinnig an dort wasserstoff-methan-systeme in homogener fluessigphase zu haben
gruss
ingo
armchairastronaut
Verfasst am: 10. Okt 2012 15:22
Titel: Wasserstoff und Methan mischen?
ich geb's zu, ich habe die Frage vor wenigen Monaten schon ähnlich in einem anderen Forum gestellt, aber die Antworten waren leider nicht ganz überzeugend.
In einer Internet-Enzyklopädie wurde geschrieben, für die sowjetische N1-Rakete sei eine Mischung von Flüssigwasserstoff und Methan vorgesehen gewesen:
Zitat:
A mixture of liquid hydrogen and methane was considered as a better-performance propellant
http://www.friends-partners.org/partners/mwade/articles/sovpart1.htm
Ich frage mich allerdings, wie das gehen soll, denn Wasserstoff und Methan haben keinen gemeinsamen Temperaturbereich, in dem sie beide flüssig sind.
Kann man etwa festes Methan in Flüssigsauerstoff lösen, ohne dass es sich am Boden absetzt? Hat sich der Autor getäuscht oder habe ich da einen wichtigen Punkt übersehen?