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[quote="Nikolausius"][b]Meine Frage:[/b] Warum lassen sich mit einer Rahmenantenne während der Tageslichtstunden (also bei Bodenwellenbedingungen) nur wenige Stationen mit tiefem Null scharf ausblenden? Eine Auswertung der Feldstärke/Winkelabhängigkeit derartige Stationen ergibt das (nahezu) ideale Richtungsdiagramm des Doppelkreises (?Acht?). So erhalte ich an meinem norddeutschen Standort beim Senders Langenberg (WDR 2, 720kHz) zu allen Jahreszeiten während der Tagesausbreitung dieses Richtungsdiagramm. Beim Peilen der meisten Stationen zeigen sich aber während des gleichen Zeitraums hohe Feldstärken im Minimum, wodurch die ?Acht? nahezu zu einer Ellipse entartet. Ein Paradebeispiel hierzu war bis zu ihrem Abschalten die BBC-Station auf 648kHz. Jedoch auch mein Haussender Hamburg (NDR-Info, 972kHz) zeigt im Minimum noch etwa 40% der Maxium- feldstärke. Wie erklärt sich das Phänomen? Es soll noch herausgestellt werden, dass meine Rahmenantenne sehr kapazitätsarm gewickelt ist oder mit einem breitbandigen Einwindungsrahmen gemessen wurde. Der vom elektrischen Feld hervorgerufene Antenneneffekt sollte daher nur einen geringen Einfluss auf die Messungen haben. [b]Meine Ideen:[/b] Eine Rahmenantenne spricht in erster Linie auf die magnetischen Feld- linien eines elektromagnetischen Feldes an. Da im Mittelwellenbereich meines Wissens Vertikalstrahler als Sendeantennen be¬nutzt werden, müsste die magnetische Wellenkomponente horizontal polarisiert sein, welches zur Ausstrahlung linearer Wechselfelder führen sollte, woraus beim Rahmenempfang ein symmetrischer Doppelkreis als Richtungsdia- gramm resultiert. Die stets beobachtete etwas getrübte Nullstellung kann auf den Antenneneffekt zurückgeführt werden. Das Auftreten der entarteten Diagramme ließe sich mit dem Auftreten von Drehfeldern erklären, welche durch in ihrer Phase verschobene magneti- sche Felder gleichen Ursprungs zustande kommen. Wie jedoch lässt sich ihre Entstehung während der Bodenwellenausbreitung deuten? Hat es etwas mit der Erdkrümmung zu tun? Oder gibt es spezielle Drehfelder-generierende Sendeantennen?[/quote]
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Nikolausius
Verfasst am: 23. Aug 2012 12:38
Titel: Verschiedene Richttungsdiagramme bei Rahmenantenne
Meine Frage:
Warum lassen sich mit einer Rahmenantenne während der Tageslichtstunden (also bei Bodenwellenbedingungen) nur wenige Stationen mit tiefem Null scharf ausblenden? Eine Auswertung der Feldstärke/Winkelabhängigkeit derartige Stationen ergibt das (nahezu) ideale Richtungsdiagramm des Doppelkreises (?Acht?). So erhalte ich an meinem norddeutschen Standort beim Senders Langenberg (WDR 2, 720kHz) zu allen Jahreszeiten während der Tagesausbreitung dieses Richtungsdiagramm.
Beim Peilen der meisten Stationen zeigen sich aber während des gleichen Zeitraums hohe Feldstärken im Minimum, wodurch die ?Acht? nahezu zu einer Ellipse entartet. Ein Paradebeispiel hierzu war bis zu ihrem Abschalten die BBC-Station auf 648kHz. Jedoch auch mein Haussender Hamburg (NDR-Info, 972kHz) zeigt im Minimum noch etwa 40% der Maxium- feldstärke.
Wie erklärt sich das Phänomen? Es soll noch herausgestellt werden, dass meine Rahmenantenne sehr kapazitätsarm gewickelt ist oder mit einem breitbandigen Einwindungsrahmen gemessen wurde. Der vom elektrischen Feld hervorgerufene Antenneneffekt sollte daher nur einen geringen Einfluss auf die Messungen haben.
Meine Ideen:
Eine Rahmenantenne spricht in erster Linie auf die magnetischen Feld- linien eines elektromagnetischen Feldes an. Da im Mittelwellenbereich meines Wissens Vertikalstrahler als Sendeantennen be¬nutzt werden, müsste die magnetische Wellenkomponente horizontal polarisiert sein, welches zur Ausstrahlung linearer Wechselfelder führen sollte, woraus beim Rahmenempfang ein symmetrischer Doppelkreis als Richtungsdia- gramm resultiert. Die stets beobachtete etwas getrübte Nullstellung kann auf den Antenneneffekt zurückgeführt werden.
Das Auftreten der entarteten Diagramme ließe sich mit dem Auftreten von Drehfeldern erklären, welche durch in ihrer Phase verschobene magneti- sche Felder gleichen Ursprungs zustande kommen. Wie jedoch lässt sich ihre Entstehung während der Bodenwellenausbreitung deuten? Hat es etwas mit der Erdkrümmung zu tun? Oder gibt es spezielle Drehfelder-generierende Sendeantennen?