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[quote="schnudl"][latex]\nabla \times \vec B = \vec j + \frac{\partial \vec D}{\partial t}[/latex] sei als Naturgesetz gegeben. Davon die Divergenz genommen (die Divergenz eines Rotors ist ja Null), liefert: [latex]\nabla \cdot (\nabla \times \vec B) = 0 = \nabla \cdot (\vec j + \frac{\partial \vec D}{\partial t})[/latex] Physikalisch bedeutet dies, dass die Summe aus reeller Stromdichte und Verschiebungsstromdichte [b]quellenfrei [/b]ist, oder eben anders ausgedrückt, dass der [b]reelle [/b]Strom dort wo der Leiter aus ist (im Vakuum) als [b]Verschiebungsstrom [/b]weiterfliesst. Da so der gesamte Strom, der [i]in[/i] die Platten fliesst, auch [i]zwischen [/i]den Platten vorhanden ist, und die besagte Maxwellgleichung diesen "Verschiebungsstrom" genauso behandelt wie den "echten" Strom, folgt daraus, dass beide Ströme auch gleiche Felder erzeugen. Dies ist letztendlich [i]der [/i]wesentliche Beitrag Maxwells zur Elektrodynamik, ohne welchen Elektrik und Magnetik noch separate Wissenschaften wären und es auch keine [b]elektro[/b]-[b]magnetische[/b] Wellen geben könnte. :)[/quote]
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Oxtailsoup
Verfasst am: 14. Sep 2011 07:10
Titel:
Okay, das macht Sinn. Damit wäre dieses Problem dann wohl fertig diskuttiert
schnudl
Verfasst am: 14. Sep 2011 06:53
Titel:
Naja, eigentlich nicht falsch, aber du nimmst eben das obige Resultat
vorweg
, indem du (richtigerweise) so tust, als wenn man für das B-Feld zwischen den Platten einfach den Strom I einsetzt, der durch die Leitung fliesst. Klar ist das dann, dQ/dt, aber die Annahme ist stillheimlich eingeflossen, ohne dass es dir bewusst war. Ohne Begründung ist diese Annahme aber nicht haltbar.
Oxtailsoup
Verfasst am: 14. Sep 2011 01:23
Titel:
Hey,
cool, deine Erklärung ist toll, die schreib ich mir gleich mit auf
So kann man quasi argumentieren, dass man, was das B-Feld betrifft in beiden Fällen die gleiche Physik hat.
Aber dennoch ist meine Rechnung nicht falsch, oder?
schnudl
Verfasst am: 13. Sep 2011 18:23
Titel:
sei als Naturgesetz gegeben.
Davon die Divergenz genommen (die Divergenz eines Rotors ist ja Null), liefert:
Physikalisch bedeutet dies, dass die Summe aus reeller Stromdichte und Verschiebungsstromdichte
quellenfrei
ist, oder eben anders ausgedrückt, dass der
reelle
Strom dort wo der Leiter aus ist (im Vakuum) als
Verschiebungsstrom
weiterfliesst. Da so der gesamte Strom, der
in
die Platten fliesst, auch
zwischen
den Platten vorhanden ist, und die besagte Maxwellgleichung diesen "Verschiebungsstrom" genauso behandelt wie den "echten" Strom, folgt daraus, dass beide Ströme auch gleiche Felder erzeugen.
Dies ist letztendlich
der
wesentliche Beitrag Maxwells zur Elektrodynamik, ohne welchen Elektrik und Magnetik noch separate Wissenschaften wären und es auch keine
elektro
-
magnetische
Wellen geben könnte.
Oxtailsoup
Verfasst am: 13. Sep 2011 07:12
Titel:
Tut mir leid, ich versteh nicht wie du das meinst
schnudl
Verfasst am: 13. Sep 2011 06:33
Titel:
wie interpretierst du die Maxwellgleichung
zusammen mit der Kontinuität
?
Oxtailsoup
Verfasst am: 13. Sep 2011 05:30
Titel: Magnetfeld von Kondensator und Kabel
Hallo!
Ich hab hier einen Kondensator gegeben. Er hat kreisförmige Platten mit Radius a die den Abstand d haben. Er hat eine Potentialdifferenz V(t)
Ich soll
a) Das Magnetfeld ermitteln dass zwischen den Platten vorliegt und zwar beim Radius s von der Symmetrieachse, wobei s>a ist.
b) Zeigen, dass dieses gleich ist mit dem Feld eines Kabels dass vom Strom I=dQ/dt durchflossen wird, wobei Q die Ladung auf dem Kondensator ist.
Naja, wie man das Feld bei b) ausrechnet ist ja kein großes Problem.
Bei Zylindersymmetrie haben wir nach den Maxwell-Gleichungen hier dann einfach
und damit
aber wie soll ich es bei a) ausrechnen?
Wenn ich sage, dass das E-Feld eines Kondensators ist:
und die Ladung Q sich quasi ändert durch das zeitabhängige Potential, wir außerdem sagen können dass I=dQ/dt ist, dann kann ich das ganze so schreiben:
Und komm dann am Ende auf das selbe Ergebnis.
Aber ist das wirklich der Weg wie die das haben wollen? Was meint ihr?