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Jocelyne Lopez
Anmeldungsdatum: 05.05.2006 Beiträge: 46 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 05. Mai 2006 11:07 Titel: G.O. Mueller - Kritik der Relativitätstheorie |
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Hallo zusammen!
Nach 80 Jahren systematische Unterdrückung und Verleumdung der Kritik der Relativitätstheorie in der etablierten Physik und in den etablierten Medien macht jetzt eine Bürgerinitiative von Physikern mobil und fordert die Wissenschaftsfreiheit und die Pressefreiheit für die Kritiker dieser Theorie.
Kennt Ihr die Forschungsgruppe G.O. Mueller?
In der Homepage von Dipl.-Ing. Ekkehard Friebe, Regierungsdirektor i.R. des Deutschen Patentamtes, wird sie ausführlich präsentiert:
http://www.ekkehard-friebe.de/partner.html
| Zitat: |
G. O. Mueller ist das Pseudonym für eine Organisation, die sich zur Aufgabe gesetzt hat, die unter dem Namen „Relativitätstheorie“ bekannte Ideologie zu Fall zu bringen.
Der zuständige Interessenvertreter für Deutschland ist Ekkehard Friebe (München):
G.O. Mueller
Über die absolute Größe der Speziellen Relativitätstheorie
http://www.ekkehard-friebe.de/buch.pdf
Das Forschungsprojekt dieser Organisation hat schon eine wesentliche Vorarbeit geleistet. Auf mehreren CD-ROM und im INTERNET sind 3789 kritische Arbeiten zur Relativitätstheorie aufgelistet, die vom wissenschaftlichen Establishment bisher weitgehend ignoriert wurden. […] |
Inzwischen wurde diese Dokumentation von zahlreichen Universitätsbibliotheken katalogisiert und wird den Studenten zur Verfügung gestellt.
Als Einstieg in dieses umfangreiche und einmalige Sammelwerk über die weltweite Kritik der Relativitätstheorie seit ihrer Entstehung empfehlt sich vielleicht das Lesen des FehlerKatalogs, der ca. 130 Fehler der Relativitätstheorie in Kurzform auflistet:
Kapitel 2: Fehler-Katalog zu beiden Relativitätstheorien
http://www.ekkehard-friebe.de/kap2.pdf
Was meint Ihr?
Liebe Grüße
Jocelyne Lopez |
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dermarkus Administrator

Anmeldungsdatum: 12.01.2006 Beiträge: 13302
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Verfasst am: 05. Mai 2006 13:32 Titel: |
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Ich finde, diese Kritiker der Relativitätstheorie verrennen sich deshalb ein bisschen, weil sie versuchen, der etwas unpraktischen Frage nachzugehen, ob die Aussagen der Relativitätstheorie "wahr" oder "falsch" sind. Und zwar ein bisschen so, als ob es sich um absolute Aussagen der Mathematik handelte, die man streng beweisen kann.
Die Relativitätstheorie funktioniert sehr gut. Wir verwenden sie heute standardmäßig, um Effekte zu beschreiben, bei denen sich Körper sehr schnell bewegen, bei denen sehr große Massen im Spiel sind, und bei denen Zeiten sehr genau gemessen werden.
Zum Beispiel können wir mit der speziellen Relativitätstheorie erklären, warum wir auf der Erdoberfläche so viele Myonen nachweisen können, und die spezielle und allgemeine Relativitätstheorie erlauben es uns, hochpräzise Uhren in Satelliten dazu zu verwenden, per GPS Positionen auf der Erde richtig und sehr genau zu bestimmen.
Die Relativitätstheorie ist etwas sehr unanschauliches. Denn im Alltag hier auf der Erde spüren wir herzlich wenig von den Auswirkungen und Effekten, die von hohen Geschwindigkeiten und großen Massen hervorgerufen werden können, da diese Effekte für die Geschwindigkeiten und die Massen, mit denen wir im Alltag zu tun haben, viel zu klein sind. Das mag erklären, warum sich viele gefühlsmäßig schwertun, die Aussagen der Relativitätstheorie zu akzeptieren, und sei es nur als eine wunderbar praktische Methode, um Sachen auszurechnen, die wir uns sonst nicht oder nur auf viel kompliziertere Weise erklären könnten. |
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Jocelyne Lopez
Anmeldungsdatum: 05.05.2006 Beiträge: 46 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 05. Mai 2006 14:33 Titel: |
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Hallo dermarkus!
| dermarkus hat Folgendes geschrieben: | | Ich finde, diese Kritiker der Relativitätstheorie verrennen sich deshalb ein bisschen, weil sie versuchen, der etwas unpraktischen Frage nachzugehen, ob die Aussagen der Relativitätstheorie "wahr" oder "falsch" sind. Und zwar ein bisschen so, als ob es sich um absolute Aussagen der Mathematik handelte, die man streng beweisen kann. |
Der Ansatz der Forschungsgruppe G.O. Mueller ist nicht die Relativitätstheorie nur im Hinblick auf die Mathematik zu kritisieren, sondern vielmehr eine Vielfalt von Ansätzen vorzustellen: Experimente, Logik, Physik, Erkenntniswissenschaft und nicht zuletzt „Sozio-Physik“ (die eine große Rolle in der Untersuchung der Durchsetzung der Relativitätstheorie spielt).
Zur Klarstellung gebe ich z.B. eine aktuelle Stellungnahme der Forschungsgruppe G.O. Mueller wieder:
| Zitat: |
Stellungnahme zu den Reaktionen auf das GOM-Projekt, 18.4.06
1. Das GOM-Projekt vertritt selbst keine Theorie.
2. Das GOM-Projekt beurteilt nicht die Stellungnahmen der dokumentierten Kritiker.
3. Das GOM-Projekt macht sich nicht alle referierten kritischen Aussagen der Kritiker zu eigen, hält jedoch die Haltlosigkeit der Erfindungen von Albert Einstein (Längenkontraktion ohne Stauchung des Körpers in der Ätherdrift; daraus abgeleitete Zeitdilatation mit Jungbleiben des raumreisenden Zwillings) für erwiesen, und zwar von Anfang an. Das GOM-Projekt hält die von den Kritikern gegebenen Begründungen für hinreichend und fügt keine eigenen Argumente hinzu.
4. Das GOM-Projekt vermittelt die Stellungnahmen der Kritiker in die Öffentlichkeit.
5. Das GOM-Projekt fordert die praktische Einführung der Grundrechte unseres Grundgesetzes für die Kritiker, auch nachträglich für die Veröffentlichungen der bereits Verstorbenen.
6. Das GOM-Projekt vertritt über die Arbeitsziele von
- Vermittlung der Kritik und
- Forderung der Grundrechte
hinaus keine Positionen oder Forderungen, keine Theorien oder persönliche Auffassungen. Wo dennoch persönliche Auffassungen in unsere Darstellungen und Forderungen einfließen, weil sich kein Mensch absolut neutral äußern kann, erheben wir keine Ansprüche auf Anerkennung.
7. Nur wer täglich 24 Stunden lang kritisch ist, kann den Stand einer Wissenschaft erreichen und halten. Eine Theorie, deren Kritik seit 80 Jahren verboten ist, kann schon allein deshalb überhaupt keine Wissenschaft sein. Wenn sie eine werden will, müßte sie die seit 1908 entstandene reiche Tradition der Kritik bis zum heutigen Tage erst einmal zur Kenntnis nehmen (was mit viel Arbeit verbunden ist) und dann die Argumente der Kritik in freier öffentlicher Diskussion argumentativ zu entkräften versuchen (was mit noch mehr Arbeit verbunden ist). Der Ausgang einer künftigen öffentlichen Diskussion, die noch nicht stattgefunden hat, ist völlig offen.
Seit der erstmaligen Veröffentlichung unserer Dokumentation im Dezember 2001 konnte jeder Informierte und Interessierte mit der öffentlichen Diskussion sofort beginnen.
8. Die anfangs überwiegend aggressiven Äußerungen über das GOM-Projekt und seine erklärten Partner Lopez und Friebe halten wir für völlig unangemessen. Eine Ursache können wir nur in der jahrzehntelangen völligen Entwöhnung von jeglicher Kritik vermuten.
Die Vermittlung der Kritik in die Öffentlichkeit durch das GOM-Projekt und seine Partner ist ein Angebot zur Information und Auseinandersetzung. Niemand, der eine Theorie vertritt, wird gezwungen, sich um die Kritik dieser Theorie zu kümmern.
Wenn das Projekt so miserabel ist, wie es von einigen Teilnehmern in den Foren hingestellt wird, dann könnten diese Leute doch ganz beruhigt sein. Wir sehen daher also keinen Grund für eine künstliche Entrüstung über das GOM-Projekt.
Was schließlich die Forderung nach Einführung der Grundrechte für die Kritik betrifft, so stützt sie sich auf das Grundgesetz: was könnte jemand dagegen haben?
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| dermarkus hat Folgendes geschrieben: |
Die Relativitätstheorie funktioniert sehr gut. Wir verwenden sie heute standardmäßig, um Effekte zu beschreiben, bei denen sich Körper sehr schnell bewegen, bei denen sehr große Massen im Spiel sind, und bei denen Zeiten sehr genau gemessen werden.
Zum Beispiel können wir mit der speziellen Relativitätstheorie erklären, warum wir auf der Erdoberfläche so viele Myonen nachweisen können, und die spezielle und allgemeine Relativitätstheorie erlauben es uns, hochpräzise Uhren in Satelliten dazu zu verwenden, per GPS Positionen auf der Erde richtig und sehr genau zu bestimmen. |
Da steckt m.E. ein logischer Widerspruch zwischen der Aussage „die Relativitätstheorie funktioniert sehr gut“ und der Tatsache, dass diese Theorie Gesetze postuliert und beschreibt, die in einem fiktiven Raum gelten sollen: Ein leerer und kräftefreier Raum. Und so etwas gibt es eben nicht in unserer Alltagsdimension und in unserer Alltagsphysik...
Zum Beispiel ist es unumstritten, dass die Lichtgeschwindigkeit in der Atmosphäre nicht konstant ist, und dass die Gravitation in unserer Alltagsphysik nicht zu vernachlässigen ist, wie Einstein es für seine Theorie als Bedingung gemacht hat.
Die vermeintlichen empirischen Bestätigungen der Relativitätstheorie werden unter den Kritikern übrigens entschieden in Frage gestellt, zum Beispiel die Berücksichtigung der Relativitätstheorie bei den GPS-Navigatoren, die keinesfalls den sogenannten „relativistischen Effekt“ nachweisen: Es treten viel größere Fehlerquellen als dieser winzige Effekt auf, die Uhren werden ständig von den Kontrollstationen überwacht und bei Abweichungen manuell korrigiert. Siehe zum Beispiel in diesem Zusammenhang die Aufsätze von Harald Maurer:
Das GPS funktioniert ohne RT bestens
http://www.mahag.com/FORUM/forum.php?id=1232#1232
Relativistische Korrekturen für GPS und ihre Sinnlosigkeit!
http://www.mahag.com/srt/gps.php
Das GPS-Kontrollsystem MCS
http://www.mahag.com/srt/gps2.php
z.Beispiel:
| Zitat: | Harald Maurer hat geschrieben:
Wie man sieht, gibt es eine Menge verschiedenster Fehler, von denen manche gravierend sind. Der allerkleinste Fehler wird verursacht von den Effekten der Relativitätstheorien. Die machen nämlich in 10 Jahren nur 0,14 Sekunden aus (SRT plus ART!). Der gröbste Fehler entsteht durch die zeitlich unregelmäßige Erdrotation und ihre Verlangsamung, nämlich in 6 Jahren bereits 22,7 Sekunden! Dazu kommt noch, dass die Erde aufgrund der Einflüsse von Sonne und Mond einen richtigen Eiertanz aufführt: Nutation, Präzession und was weiß Gott noch alles. Auch das verursacht Fehler, die korrigiert werden müssen. Was tut man gegen all dies? Oben steht es schon deutlich rot und fett geschrieben: Die Satellitenuhren werden von der Kontrollstation überwacht und ggf. korrigiert. Lesen Sie hier, wie es gemacht wird!
Was heißt denn das? Die Uhren werden stets überwacht und gegebenenfalls (also bei jedem Auftreten einer Abweichung!) von der Kontrollstation aus korrigiert!
Ja, wird dann der winzige RT-Effekt nicht sowieso mitkorrigiert? Ja, er wird!
Das heißt aber, die a priori-Kompensation dieses Fehlers durch Einstellen der Uhren unterhalb ihres Nominalwertes von 10,23 MHz ist ein Scherz, ein kleiner Spaß von Relativisten und eine kleine Verbeugung vor Albert Einstein, eine Geste eben, mehr nicht. Könnte man sich ohne weiteres sparen! Deshalb klingt der Satz Prof. Embachers auf seiner Seite besonders originell:
... Man kann aber den Spieß natürlich umdrehen und das Funktionieren von GPS als weitere experimentelle Illustration für die Gültigkeit der Relativitätstheorie ansehen. Insbesondere die allgemeine Relativitätstheorie ist mit GPS gewissermaßen alltagsrelevant geworden...
Das kann man angesichts der vorliegenden Fakten leider keinesfalls! Und schon gar nicht wird dadurch die Einstein'sche Theorie Tag für Tag bestätigt! Denn ohne die Korrektur der Relativistischen Effekte würde sich in der zuverlässigen Funktion des GPS keinerlei Unterschied zeigen! |
Liebe Grüße
Jocelyne Lopez
PS: Ich bitte um Nachsicht wegen meinen gramatikalischen Fehlern, Deutsch ist nicht meine Muttersprache (bin Französin). |
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Xolotl
Anmeldungsdatum: 17.02.2006 Beiträge: 84
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Verfasst am: 05. Mai 2006 16:21 Titel: |
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Ich find es ziemlich unfair die Relativitätstheorie als Ideologie zu bezeichnen und dazu noch praktisch alle Physiker die diesem "Irrglauben" folgen, als Wissenschaftler mit Scheuklappen darzustellen.
Wenn schon, dann ist diese "Gegenbewegung" ideologisch und die meisten Texte erinnerten mich eher an Politik, als an Physik.
Ich finde es sehr gut und gesund, wenn man Theorien kritisiert, wenn man Ungereimtheiten oder Gegenexperimente findet. Es gibt ja auch einige die zB die Kopenhagener Deutung der Quantenphysik kritisieren. Das its ja absolut legitim.
Das sollte aber in einem bestimmten Rahmen stattfinden. Dieses aggressive Vorgehen, gleich von "Fehlern" (was immer damit gemeint ist) zu sprechen und als eine Art Kreuzug gegen die Verblendeten vorzugehen ist für mich auf den ersten Blick unseriös.
Ich weiß, damit habe ich eigentlich nichts zum Inhalt gesagt, aber viel beeindruckender als 3 Millionen angeblicher Fehler wäre ein einziges schönes Experiment, das Fragen aufwirft.
[Gemein]
Und das Ganze noch von nem Dipl.-Ing.
[\Gemein] |
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navajo Moderator

Anmeldungsdatum: 12.03.2004 Beiträge: 618 Wohnort: Bielefeld
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Verfasst am: 05. Mai 2006 18:17 Titel: |
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Huhu!
Also ich halte von diesem Fehlerkatalog nicht viel. Ich hab zwar nur ein paar von den Begründungen gelesen, aber die sind oft einfach nicht richtig und
selbst mit Fehlern bestückt.
Am einfachsten sieht man das bei den angeblichen mathematischen Fehlern (H). Weil ist halt Mathe, da isses entweder richtig oder falsch.
zB H2: "Den Lorentztransformationen fehlen die
Gruppeneigenschaften"
Das wird dadurch begründet, dass man i.A. nicht zwei Lorentztransformationen nicht durch eine ausdrücken kann.
Schön und gut, ist ja auch richtig. Aber hat halt nix mit Gruppeneigenschaften zu tun. Man braucht ja nur Assoziativität, n Neutrales- und n Inverses Element.
Oder wenn ich H6 richtig verstehe, dann soll es Orthogonalität nur in 3 Dimensionen geben. Wobei das sehr seltsam ist, das peil ich mal garnicht. Man braucht ja nur nen Skalarprodukt und schon kann man sich super
Orthoganlität definieren.
Und es kommen halt an vielen Stellen Fehler rein, weil einfach die SRT nicht richtig angewendet wird. Da wird dann teilweise mit einem Misch aus Lorentz- und Galilitransformation argumentiert, wo selbstverständlich blödsinn rauskommt.
Naja, vll ist ja an manchen Punkten was dran. Aber ihr solltet vll mal son bisschen durchforsten und die Sachen rausschmeissen wo ihr euch nicht 100% sicher seit. Ich mein wer liest sich schon ca 200 Seiten durch, wenn man ständig über Fehler stolpert. Da habt ihr doch so keine Chancen von den "Relativisten" (wer auch immer damit gemeint ist) ernst genommen zu werden. _________________ Das Universum ist 4 Mio Jahre alt, unbewohnt und kreist um die Sonne. |
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Crotaphytus

Anmeldungsdatum: 21.10.2005 Beiträge: 137
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Verfasst am: 05. Mai 2006 18:42 Titel: |
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Nun... Die Lektüre von Teilen dieses Manuskripts sowie dein Auftreten hier haben mich zu folgender Frage geführt: Wird hier eine physikalische Theorie kritisiert oder ein Glaubenskrieg geführt? Die Konsequent verwendete Bezeichnung "Relativisten" (im Sinne von "Anhänger der Relativitätstheorie als einzige göttliche Weisheit") sowie der Name "GOM-Projekt" erinnert mich eher an zweiteres. Da ist also ein Herr G.O. Mueller, der Kritik an der Relativitätstheorie übt und seine Anhänger um sich schart...
Aber gut, gehen wir mal ganz nüchtern an die Sache ran. Kann die Relativitätstheorie zu 100% korrekt sein? Ich sage nein, keine physikalische Theorie, keine Modellvorstellung kann die Wirklichkeit exakt beschreiben. Die Frage ist stattdessen, wie gut sich die Welt mit einer Theorie näherungsweise beschreiben lässt. Und dies tut die Relativitätstheorie, zumindest nach dem heutigen Stand der Dinge, doch sehr gut.
Einfachstes Beispiel: Geozentrisches vs. Heliozentrisches Weltbild. Mit beiden Weltbildern konnte man die Bewegungen der Himmelskörper korrekt beschreiben. Beim geozentrischen Weltbild musste jedoch ein um ein Vielfaches größerer Aufwand betrieben werden.
Die Frage ist nur: Was ist jetzt wichtiger: Das "richtige" Weltbild zu finden (wenn es denn existiert), oder sich einfach nur ein Modell zu suchen, mit dem man möglichst gut rechnen kann?
| Zitat: | | Tatsache, dass diese Theorie Gesetze postuliert und beschreibt, die in einem fiktiven Raum gelten sollen: Ein leerer und kräftefreier Raum. Und so etwas gibt es eben nicht in unserer Alltagsdimension und in unserer Alltagsphysik... |
Kannst du mir denn eine Theorie aus unserer Alltagsphysik nennen, die keine Annahmen zur Vereinfachungen vornimmt?
| Zitat: | | Zum Beispiel ist es unumstritten, dass die Lichtgeschwindigkeit in der Atmosphäre nicht konstant ist, und dass die Gravitation in unserer Alltagsphysik nicht zu vernachlässigen ist, wie Einstein es für seine Theorie als Bedingung gemacht hat. |
Einstein hat die Existens einer endlichen Grenzgeschwindigkeit postuliert. Dies ist jedoch nicht gleichbedeutend damit, dass die Lichtgeschwindigkeit in jeder Umgebung gleich sein muss. (Es bedeutet allerdings, dass sie es in allen Bezugssystemen ist.)
Und was die Gravitation angeht: Mag sein, dass ich mich täusche, aber befasst sich nicht die ART genau damit?
Übrigens ist es möglich, die Aussagen der SRT (und insbesondere die Lorentztransformation) abzuleiten, ohne eine konstante Grenzgeschwindigkeit zu postulieren. Vorausgesetzt werden dabei dann nur, dass es kein ausgezeichnetes Bezugssystem, keinen ausgezeichneten Punkt im Raum und keine ausgezeichnete Raumrichtung gibt. Und jetzt erklär mir, warum genau diese Postulate unlogisch sein sollen... _________________ Genie oder Wahnsinn? Wer kann es wissen... |
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Jocelyne Lopez
Anmeldungsdatum: 05.05.2006 Beiträge: 46 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 05. Mai 2006 22:43 Titel: |
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Hallo Xolotl!
| Xolotl hat Folgendes geschrieben: | Ich find es ziemlich unfair die Relativitätstheorie als Ideologie zu bezeichnen und dazu noch praktisch alle Physiker die diesem "Irrglauben" folgen, als Wissenschaftler mit Scheuklappen darzustellen.
Wenn schon, dann ist diese "Gegenbewegung" ideologisch und die meisten Texte erinnerten mich eher an Politik, als an Physik.
Ich finde es sehr gut und gesund, wenn man Theorien kritisiert, wenn man Ungereimtheiten oder Gegenexperimente findet. Es gibt ja auch einige die zB die Kopenhagener Deutung der Quantenphysik kritisieren. Das its ja absolut legitim.
Das sollte aber in einem bestimmten Rahmen stattfinden. Dieses aggressive Vorgehen, gleich von "Fehlern" (was immer damit gemeint ist) zu sprechen und als eine Art Kreuzug gegen die Verblendeten vorzugehen ist für mich auf den ersten Blick unseriös. |
Deine Anmerkungen kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich finde selbst auch sehr bedauerlich und traurig, dass die Fronten zwischen Anhängern der Theorie und Kritikern im Laufe von 80 Jahren sich jetzt so verhärtet haben. Es sollte eigentlich in der Wissenschaft nie zu so einem Fall kommen, aber es ist nun mal so gekommen, wir können alle nichts dafür, aber wir sollten es nicht leugnen und ignorieren wollen. Leider hat eine normale und wünschenswerte wissenschaftliche kritische Auseinandersetzung im Fall der Relativitätstheorie nicht stattgefunden. Und jetzt haben wir nach 100 Jahren die Misere und es kommt natürlich auf jeden geballt zu...
Das hat auch die Forschungsgruppe G.O. Mueller geschildert, zum Beispiel:
| Zitat: | G.O. Mueller hat geschrieben:
Erstmals: Nachweis der Existenz einer Kritik
Erstmals hat unser Forschungsprojekt mit der vorliegenden Dokumentation von 3789 kritischen Veröffentlichungen aus den Jahren 1908-2003 die Existenz einer Kritik der Speziellen Relativitätstheorie aufgedeckt, die in der akademischen Physik bisher verleugnet, nicht rezipiert und daher auch nicht diskutiert worden ist. Wenn eine über Jahrzehnte kontinuierlich vorgetragene Kritik verleugnet und unterdrückt und ihre öffentliche Wahrnehmung und fachliche Diskussion von den zuständigen Gremien und Instanzen verhindert und jegliche Kritik nur mit Schweigen beantwortet wird, so muß dies zwangsläufig zu einer krassen Fehlentwicklung führen.
Eine derartige krasse Fehlentwicklung ist eingetreten und muß diskutiert und korrigiert werden. Die seit Jahrzehnten unterdrückte Kritik muß deshalb in einer öffentlichen Diskussion der Allgemeinheit vermittelt werden.
und
Die Existenz einer ungebrochenen Kritik-Tradition
Wer die Behauptung nachprüft, es gebe keine substantielle Kritik der Speziellen Relativitätstheorie, es habe nur in den Anfangsjahren eine Kritik gegeben, und die sei damals schon widerlegt worden, wird auf die Existenz einer starken und durch alle Jahrzehnte hindurch bis heute ungebrochenen Kritik stoßen, die seit ungefähr 1922 in den Fachveröffentlichungen der Physik nicht mehr zitiert und nicht mehr diskutiert wird, so daß die Öffentlichkeit und sogar auch selbst Teile der Fachöffentlichkeit nichts von der Existenz einer Kritik erfahren haben.
[…]
Die Existenz von kritischen Veröffentlichungen wird von der Schulphysik bis heute verschwiegen; die Veröffentlichung kritischer Arbeiten in physikalischen Fachzeitschriften und Fachverlagen wird unterdrückt; die Autoren kritischer Veröffentlichungen können nur in fachfernen oder allgemeineren Zeitschriften und Verlagen zu Wort kommen und werden im akademischen Establishment der „scientific community“, wie sie sich gern nennt, massiv diskriminiert. Viele kritische Autoren können deshalb ihre größeren Arbeiten nur im Selbstverlag veröffentlichen. Für Aufsätze zur Theoriekritik sind im Laufe der letzten Jahrzehnte immerhin einige wenige Zeitschriften speziell gegründet worden, die von der Schulphysik jedoch als Untergrundliteratur geschmäht und möglichst ausgegrenzt werden.
Die Unterdrückung und Verleugnung jeglicher Kritik der Speziellen Relativitätstheorie führt auch zum Fehlen der Kritik in den Fachbibliographien: dadurch fehlt auch vielen kritischen Autoren eine Kenntnis ihrer eigenen großen Tradition.
Zur Unterdrückung der kritischen Veröffentlichungen kommt eine massive pauschale Verleumdung der kritischen Autoren als unfähige Außenseiter und Querulanten oder als Antisemiten, Nazis, Stalinisten oder sonstwie moralisch minderwertige Subjekte. |
Wir sollten uns nicht selber was vormachen und die Situation, so wie sie sind, auch untersuchen und diskutieren können, oder?
Liebe Grüße
Jocelyne Lopez |
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Jocelyne Lopez
Anmeldungsdatum: 05.05.2006 Beiträge: 46 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 05. Mai 2006 22:55 Titel: |
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Hallo navajo!
| navajo hat Folgendes geschrieben: | Huhu!
Also ich halte von diesem Fehlerkatalog nicht viel. Ich hab zwar nur ein paar von den Begründungen gelesen, aber die sind oft einfach nicht richtig und
selbst mit Fehlern bestückt.
Am einfachsten sieht man das bei den angeblichen mathematischen Fehlern (H). Weil ist halt Mathe, da isses entweder richtig oder falsch. |
Leider kann ich persönlich zu mathematischen Argumentierungen und Auseinandersetzungen keine Stellung nehmen: Ich bin keine Mathematikerin, ich kann dabei überhaupt nicht mitreden...
Falls Dir aber diesen Aspekt interessiert (zB H2: "Den Lorentztransformationen fehlen die Gruppeneigenschaften"), kannst Du Dir vielleicht den Thread eines Kritikers, Norbert Derksen, im Forum von Ekkehard Friebe angucken, wo im Moment dieses Thema kontrovers diskutiert wird:
Mathematische Falsifikation der Relativitätstheorie
http://18040.rapidforum.com/topic=100276194513
Ich persönlich muß wie gesagt hier passen... Ich kann da überhaupt nicht folgen...
Liebe Grüße
Jocelyne Lopez |
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Gast
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Verfasst am: 06. Mai 2006 00:29 Titel: |
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Es liegt in der Natur von physikalischen Modelen dass man sie nicht beweisen kann. Man braucht es auch nicht. Am besten sieht man das an den Atom Vorstellungen.
Bei der kinetische Gastheories sind die atome kleine Kugeln. Damit kann man zB erklären wie eine Lichtmühle funktioniert. Wie es zu spektrallinien kommt kann diese Theorie allerdings nicht erklären. Dazu benötigt man dann das Bohrsche Atommodel. Das eine Erklärung für Spektralinien liefert, obwohl er Postulate aufstellte die theoretisch nicht begründet sind. Das Model scheitert allerdings daran Mehrelektronensysteme oder die Feinstruktur der Spektralinien. Das schaft erst das quantenmechanische Atommodel.
Alle Modele sind brauchbar, obwohl keines der Wirklichkeit entsprechen. Die ganze Physik baut auf Modelen auf. Mit der relativitäts Theorie verhält es sich genau so. Sie ist eine Modelvorstellung mit der man viele Dinge erklären und berechnen kann. Kritisieren kann man eine physikalische Theorie nicht. Man kann nur überprüfen ob sie einen Versuch erklären kann und wenn man einen Versuch hat der ihr widerspricht muss man sie deshalb noch lange nicht verwerfen. |
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Jocelyne Lopez
Anmeldungsdatum: 05.05.2006 Beiträge: 46 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 06. Mai 2006 08:13 Titel: |
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Hallo Crotaphytus!
| Crotaphytus hat Folgendes geschrieben: | | Nun... Die Lektüre von Teilen dieses Manuskripts sowie dein Auftreten hier haben mich zu folgender Frage geführt: Wird hier eine physikalische Theorie kritisiert oder ein Glaubenskrieg geführt? Die Konsequent verwendete Bezeichnung "Relativisten" (im Sinne von "Anhänger der Relativitätstheorie als einzige göttliche Weisheit") sowie der Name "GOM-Projekt" erinnert mich eher an zweiteres. Da ist also ein Herr G.O. Mueller, der Kritik an der Relativitätstheorie übt und seine Anhänger um sich schart... |
Die Bezeichnungen „Relativisten“ oder „Antirelativisten“, die in diesem Konflikt häufig gebraucht werden sind wertfrei und werden aus sprachlicher Bequemlichkeit sehr oft von beiden Seiten neutral benutzt. Da ist darunter keine negative Wertung zu sehen.
Heikel wird es dagegen wenn Anhänger der Relativitätstheorie die Kritiker der Relativitätstheorie mit solchen Bezeichnungen abstempelt: Einsteinswiderleger, Verschwörungstheoretiker, Fanatiker, Missionäre, Sektenanhänger, Cranks, Irre, gefährliche Psychopathen, was leider Gang und Gäbe ist und jegliche Diskussion von vorne herein durch Steigerung der Emotionalität und Entgleisungen zerstört.
| Crotaphytus hat Folgendes geschrieben: |
Aber gut, gehen wir mal ganz nüchtern an die Sache ran. Kann die Relativitätstheorie zu 100% korrekt sein? Ich sage nein, keine physikalische Theorie, keine Modellvorstellung kann die Wirklichkeit exakt beschreiben. Die Frage ist stattdessen, wie gut sich die Welt mit einer Theorie näherungsweise beschreiben lässt. Und dies tut die Relativitätstheorie, zumindest nach dem heutigen Stand der Dinge, doch sehr gut. |
Die Tatsache, dass die Relativitätstheorie nur ein Modell unter vielen ist, ist leider im Laufe der Jahrzehnte völlig untergegangen: Der Personkult um Albert Einstein wird mit gewaltigen finanziellen Mitteln in der Öffentlichkeit bis zum Überdruss inszeniert, die Theorie wurde institutionalisiert, sie wird völlig kritiklos als wahr, richtig, revolutionär und genial schon in den Schulen gelehrt, die Kritik wird verschwiegen, verleugnet und verleumdet, die weltweit zahlreiche Alternativen zur Relativitätstheorie werden ignoriert und verdrängt, Forschungsgelder werden nur für Projekte verteilt, die relativitätstheoriekonform sind, kein Physiker wird in der wissenschaftlichen Gemeinde zugelassen und anerkannt, wenn er nicht relativitätstheorietreu ist. Das sind doch keine normale und zumutbare Zuständen, oder?
Hier zum Beispiel ein Auszug aus dem „Offenen Brief über Wissenschaftsfreiheit und Pressefreiheit“, den G.O. Mueller in Februar 2006 an 221 Mitarbeiter der Redaktionen von FAZ - SPIEGEL - SZ – TAZ versandt hat:
http://www.ekkehard-friebe.de/00_journalisten.pdf
| Zitat: | G.O. Mueller hat geschrieben:
Status einer Theorie, deren Kritik unterdrückt wird
Halten Sie die Indoktrinierung der Schüler der gymnasialen Oberstufe mit der Rechenaufgabe, das Jungbleiben des weltraumreisenden Zwillings nach seiner Rückkehr zu seinem Zwillingsbruder auf der Erde aufs Jahr genau zu berechnen, für berechtigt, obwohl noch keine einzige experimentelle Bestätigung dieser Art vorliegt und die hierzu vorgetragene Kritik vor der Fachöffentlichkeit und vor der allgemeinen Öffentlichkeit bisher verschwiegen wird?
Darf eine Theorie in den Stoffplan von allgemeinbildenden Schulen aufgenommen werden, bevor sie sich in einer freien wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Kritik bewähren konnte?
Halten Sie eine von akademischen Amtsinhabern ohne Kenntnisnahme und Diskussion der existierenden Kritik durchgesetzte Zustimmung zu einer Theorie für ein Zeichen ihrer Stichhaltigkeit?
Glauben Sie, daß über die Richtigkeit einer physikalischen Theorie mittels Unterdrückungsmaßnahmen und entsprechenden Mehrheitsbeschlüssen entschieden werden darf?
Sagt die Behauptung der akademischen Physik, die Spezielle Relativitätstheorie sei ausnahmslos von allen Physikern akzeptiert, etwas über die Theorie oder über die aktiv oder als Mitläufer beteiligten Physiker aus?
Warum sollte im Falle der Speziellen Relativitätstheorie vom dem Grundsatz abgewichen werden, daß eine Theorie erst dann als allgemein akzeptiert gelten darf, wenn die vorgebrachte Kritik diskutiert und argumentativ ausgeräumt werden konnte?
Wie könnte eine Kritik, die nicht rezipiert und nicht diskutiert worden ist, als ausgeräumt und widerlegt gelten?
Halten Sie den Unterschied zwischen einer `bestbewiesenen Theorie" und einer `unbewiesenen Hypothese" für unwichtig?
Können Sie sich eigentlich einen vernünftigen Grund für die Unterdrückung der Kritik einer physikalischen Theorie vorstellen? |
Über Deine weiteren Ausführungen, insbesondere über das Postulat bzw. die administrative Festsetzung der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, werde ich separat zurückkommen.
Ich bitte Dich, und die anderen Leser, um Verständnis dafür, dass ich nicht auf alle angesprochenen Ansätze in dieser extrem umfangreichen Thematik innerhalb eines einzigen Beitrags eingehen kann. Es geht nun mal in allen Richtungen gleichzeitig, ich komme sonst nicht nach und kann nicht gleich auf alle Aspekte und Ansätze gleichzeitig eingehen. Ich bemühe mich aber. Einige Fragen und Antworte überkreuzen oder wiederholen sich auch und werden dann für interessierte Leser indirekt beantwortet.
Vielen Dank für Euer Verständnis!
Liebe Grüße
Jocelyne Lopez |
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Gast
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Verfasst am: 06. Mai 2006 13:15 Titel: |
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| Zitat: | | sie wird völlig kritiklos als wahr, richtig, revolutionär und genial schon in den Schulen gelehrt |
Wird nicht alles, was in der Schule unterrichtet wird, als wahr und richtig hingestellt? Mir sind nur sehr wenig Physiklehrer bekannt, die versuchen, die Aussage, dass alles nur Modelle sind, wirklich rüberzubringen. Stattdessen wird der Einfachheit halber mit Formeln hantiert, die so gelten zu haben wie sie in der Formelsammlung stehen. Dass das jedoch nur ne Annäherung ist und es auch andere Herangehensweise gäbe wird meist verschwiegen.
Das ist jedoch nichts relativitätstheoriespezifisches, das ist eher schulspezifisch.
| Zitat: | | die weltweit zahlreiche Alternativen zur Relativitätstheorie werden ignoriert und verdrängt |
Welche Alternativen sollten denn deiner Meinung nach gelehrt werden? Oder der Meinung von Herrn Mueller nach?
Ach ja, zu dem im Artikel angesprochenen Zwillingsparadoxon: Zumindest ich bin während meiner Schulzeit nicht in den Genuss gekommen, diese Aufgabe rechnen zu dürfen...
Bei einem sind wir uns jedoch einig: Der Personenkult um Albert Einstein ist übertrieben. Er war sicherlich ein genialer Kopf, aber das waren andere Menschen auch. Einige davon sind leider untergegangen, sehr schade... |
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Franzl Gast
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Verfasst am: 06. Mai 2006 13:41 Titel: |
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| Unter Voraussetzung des Relativitätsprinzip kann gezeigt werden, dass nur zwei Gruppen von Transformationen möglich sind, nämlich die Galilei-Gruppe, wenn es keine Grenzgeschwindigkeit gibt, und die Lorentz-Gruppe bei einer Maximalgeschwindigkeit (bzw. Poincaré Gruppe) (meines Wissens sind nicht mehr Voraussetzungen nötig, hab das ganze mal in dem empfehlenswerten Buch von Sexl/Urbantke gelesen). Die Galilei-Gruppe ist nun nachweislich nicht richtig, also bleibt nicht viel übrig. |
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navajo Moderator

Anmeldungsdatum: 12.03.2004 Beiträge: 618 Wohnort: Bielefeld
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Verfasst am: 06. Mai 2006 13:53 Titel: |
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Hmm, du wirst neben dem Relativitätsprinzip noch Homogenität und Iostropie des Raums postulieren müssen. Aber das sind ja eigentlich ganz nachvollziehbare Forderungen.
Aber das hat Crotaphytus ja auch schon gesagt:
| Crotaphytus hat Folgendes geschrieben: |
Übrigens ist es möglich, die Aussagen der SRT (und insbesondere die Lorentztransformation) abzuleiten, ohne eine konstante Grenzgeschwindigkeit zu postulieren. Vorausgesetzt werden dabei dann nur, dass es kein ausgezeichnetes Bezugssystem, keinen ausgezeichneten Punkt im Raum und keine ausgezeichnete Raumrichtung gibt. Und jetzt erklär mir, warum genau diese Postulate unlogisch sein sollen... |
Allerdings kommt imo dabei nicht raus, dass die Grenzgeschwindigkeit die Lichtgeschwindigkeit ist, das muss man noch zusätzlich reinstecken. _________________ Das Universum ist 4 Mio Jahre alt, unbewohnt und kreist um die Sonne. |
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Crotaphytus

Anmeldungsdatum: 21.10.2005 Beiträge: 137
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Verfasst am: 06. Mai 2006 15:10 Titel: |
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@navajo: Stimmt, es kommt nur raus, dass es ne Grenzgeschwindigkeit geben muss, nicht jedoch, dass diese ausgerechnet die Lichtgeschwindigkeit ist.
@Franzl: Na ja... Nachweislich nicht richtig würd ich die Galilei-Trafo jetzt nicht nennen. Denn was ist schon richtig? Wie gesagt, wir sprechen doch nur über Modelle... Und für den Grenzwert v/c -> 0 passt die Galilei-Trafo ja auch ganz gut, wär doch schlimm, wenn wir nur noch mit den relativistischen Formeln rechnen könnten...
PS: Der obige Gast war ich... _________________ Genie oder Wahnsinn? Wer kann es wissen... |
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Jocelyne Lopez
Anmeldungsdatum: 05.05.2006 Beiträge: 46 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 06. Mai 2006 15:31 Titel: |
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Hallo Anonymous!
| Anonymous hat Folgendes geschrieben: | | Zitat: | | sie wird völlig kritiklos als wahr, richtig, revolutionär und genial schon in den Schulen gelehrt |
Wird nicht alles, was in der Schule unterrichtet wird, als wahr und richtig hingestellt? Mir sind nur sehr wenig Physiklehrer bekannt, die versuchen, die Aussage, dass alles nur Modelle sind, wirklich rüberzubringen. Stattdessen wird der Einfachheit halber mit Formeln hantiert, die so gelten zu haben wie sie in der Formelsammlung stehen. Dass das jedoch nur ne Annäherung ist und es auch andere Herangehensweise gäbe wird meist verschwiegen.
[…]
Ach ja, zu dem im Artikel angesprochenen Zwillingsparadoxon: Zumindest ich bin während meiner Schulzeit nicht in den Genuss gekommen, diese Aufgabe rechnen zu dürfen...
[…]
Bei einem sind wir uns jedoch einig: Der Personenkult um Albert Einstein ist übertrieben. Er war sicherlich ein genialer Kopf, aber das waren andere Menschen auch. Einige davon sind leider untergegangen, sehr schade... |
Dass die von G.O. Mueller glaubwürdig und auch nachgewiesene Unterdrückung der Kritik der Relativitätstheorie tatsächlich in der Praxis stattgefunden hat kann ich auch persönlich an meinen eigenen Fall nachprüfen:
- Ich bin in Frankreich durch das Bildungssystem gelaufen (und habe immerhin einen kleinen universitären Abschlussdiplom) ohne je ein kritisches Wort über die Relativitätstheorie und ohne je einen Hinweis auf die Existenz einer wissenschaftlichen Kritik gehört zu haben. Kein einziges Wort habe ich davon gehört.
- Ich habe mich mein Leben lang für die Wissenschaft als Laie interessiert (auch für die Physik) und habe zum Beispiel über 30 Jahren die sehr seriösen französische populärwissenschaftliche Zeitschrift „Science & Vie“ abonniert, die ich jeden Monat mit großem Interesse gelesen habe. Auch dort ist mir die ganze Zeit keine einzige Zeile über eine Kritik der Relativitätstheorie aufgefallen und in Erinnerung, und auch keinen Hinweis auf die Existenz einer solchen Kritik. Erst per Zufall in Foren vor 1-2 Jahren (hauptsächlich durch Ekkehard Friebe) habe ich über die Existenz seit 100 Jahren einer umfangreichen und ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Kritik erfahren.
- Auch in Foren habe ich festgestellt, dass die Teilnehmer von der Existenz einer umfangreichen und ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Kritik der Relativitätstheorie nichts wussten, oder sie dann pauschal äußerst verachtend und aggressiv verleugnet und verleumdet haben. Diese Aggressivität und diese Verachtung, die ich ahnungslos durch eine harmlose persönliche Hinterfragung in Foren der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ausgelöst habe, hätte ich bis dahin nie und niemals bei einem wissenschaftlichen Thema für möglich gehalten.
Ich glaube schon, dass mein Fall hier in gewisser Maße für die breite Öffentlichkeit repräsentativ ist und kann insofern dokumentieren, dass in der Tat die Kritik der Relativitätstheorie gesellschaftlich unterdrückt und verheimlich wurde, sowohl im Bildungssystem als auch in den etablierten Medien.
| Anonymous hat Folgendes geschrieben: | | Zitat: | | die weltweit zahlreiche Alternativen zur Relativitätstheorie werden ignoriert und verdrängt |
Welche Alternativen sollten denn deiner Meinung nach gelehrt werden? Oder der Meinung von Herrn Mueller nach? |
Wie gesagt, G.O. Mueller vertritt selber keine Theorie (siehe oben). Ich habe keine Ahnung, was für eine Alternative diese Forschungsgruppe befürwortet, und ob sie gemeinsam eine befürworten, das ist wohl erst einmal zurückgestellt, die Priorität ist wohl für sie die Zulassung der Kritik und die wissenschaftliche Auseinandersetzung unter zumutbaren Bedingungen. Die Relativitätstheorie hat die Physik in eine Zwangsjacke gestellt und in eine Sackgasse geführt.
Es gibt wohl viele Alternative zur Relativitätstheorie: Teilchenmodelle, Wellenmodelle, Äthermodelle, ballistische Modelle. Ich persönlich stelle mir das Licht eher als Teilchen vor und als nicht konstant in seiner Ausbreitungsgeschwindigkeit (Unter- und Überlichtgeschwindigkeiten). Ich habe auch nichts gegen eine schlüssige Modellvorstellung als Welle. Die Relativitätstheorie kann ich dagegen wegen ihren inneren logischen Widersprüchen vor allem bei dem Postulat der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und wegen der in meinen Augen gravierenden Begriffsverwirrung bzw. wegen der völligen Entstellung und Entfremdung des Begriffs „Zeit“ absolut nicht aufnehmen und akzeptieren, sie ist für mich indiskutabel: sie ist realitätsfremd, sie ist eine Fiktion.
Liebe Grüße
Jocelyne Lopez |
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