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Chlorethan auf der Haut
 
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Janina
Gast





Beitrag Janina Verfasst am: 31. Aug 2010 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, dass erwarte ich nicht. Ich erwarte lediglich, mich zu den richtigen Lösungen zu "schubsen" und ggf. wenn ich denke, dass etwas so ist, mir zu sagen, ob es falsch oder richtig ist.
Zweitens habe ich die Aufgabe einfach so gestellt bekommen und mehr zu dem Thema habe ich nicht bekommen. Ich kann ihnen sagen, dass wir derzeit im Unterricht Thermodynamik habe. Unsere letzte Teilüberschrift war "Aggregatzustandsänderungen". Mehr kann ich leider auch nicht sagen.

Ich hoffe deshalb, dass mir hier jmd hilft.

Gruß.
magician4



Anmeldungsdatum: 03.06.2010
Beiträge: 914

Beitrag magician4 Verfasst am: 31. Aug 2010 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Janina hat Folgendes geschrieben:
Also heißt es, dass wenn Chlorethan z.B. bei Vereisungsspray auf die Haut trifft, verdunstet bei 12°C es und dabei wird der Haut Energie (Wärme) entzogen?


im grunde ist der kern der sache getroffen, allerdings koennte man an den feinheiten jetzt ziemlich lange rumfeilen (z.b. warum du mit dem erst bei 12°C / 1 bar siedenden chlorethan durchaus wesentlich niedrigere temperaturen als 12°C erzeugen kannst)

die frage ist wie genau du es brauchst, wie tief du es verstehen moechtest, und auf welchem niveau

sobald man in das geschehen naemlich etwas genauer hineinguckt wird es ausgesprochen komplex... und seeeeeehr interessant...
... aber fuer die schule vermutlich zu weitgehend

gruss

ingo
Janina
Gast





Beitrag Janina Verfasst am: 02. Sep 2010 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Janina hat Folgendes geschrieben:
Also heißt es, dass wenn Chlorethan z.B. bei Vereisungsspray auf die Haut trifft, verdunstet bei 12°C es und dabei wird der Haut Energie (Wärme) entzogen?


Diese Aussage habe ich mir nun erstmal im Hefter notiert. Dennoch weiß ich das dies meinem Phyisklehrer so nicht reicht. Rechnungen brauchen wir hier nicht tätigen. Aber vielleicht wie das Spray der Haut der Wärme entzieht.

Findet da ein Wärmeaustausch statt? Von einer Aggregatzustandsänderung ist hier aber nicht die Rede oder? Ändert sich der Aggregatzustand? (weil wir diese Überschrift in letzter Zeit hatten.)
Janina
Gast





Beitrag Janina Verfasst am: 02. Sep 2010 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
(z.b. warum du mit dem erst bei 12°C / 1 bar siedenden chlorethan durchaus wesentlich niedrigere temperaturen als 12°C erzeugen kannst)


Ein kleiner Ansatz für dies wäre hilfreich, wenn der Lehrer nachfragen würde.
magician4



Anmeldungsdatum: 03.06.2010
Beiträge: 914

Beitrag magician4 Verfasst am: 02. Sep 2010 19:05    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
(..)Aber vielleicht wie das Spray der Haut der Wärme entzieht.

Findet da ein Wärmeaustausch statt? Von einer Aggregatzustandsänderung ist hier aber nicht die Rede oder? Ändert sich der Aggregatzustand?


das sind im grunde genommen erstmal zwei getrennte sachverhalte:

- wie kuehlt kalte fluessigkeit die haut

- warum wird die fluessigkeit ueberhaupt kalt

zum ersten spiegelstrich: das ist ganz normale waermeleitung, das phaenomen also, dass zwei unterschiedlich warme koerper in kontakt dazu neigen, sich auf eine gemeinsame "mittlere" temperatur zu einigen (der kaeltere erwaermt sich, der waermere kuehlt ab)
http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmeleitung
(ausser "kontakt" gibts noch andere foren der waermeleitung, und das endergebnis muss natuerlich nicht genau in der mitte der beiden starttemperaturen liegen, aber diese feinheiten lass ich grad mal beiseite)

sowas wuerde dir also auch passieren, wenn du deine haut z.b. mit eiskaltem olivenoel einstreichen wuerdest

zum zweiten spiegelstrich:
fluessigkeiten stehen unter einem zwang: die wollen immer dass im gasraum ueber ihnen "ihr eigenes gas" vorhanden ist, und zwar eine bestimmte menge.
(--> saettigungsdampfdruck: http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4ttigungsdampfdruck )
ist das aus welchen gruenden auch immer nicht gegeben, dann verdunstet aus der fluessigkeit ein wenig (wobei sich dann das gewuenschte gas bildet, und, sofern es nicht entwischen kann: alles ist schoen)


dieses verdunsten ist eine "phasenaenderung" (= aggregatszustandsaenderung), und sowas kostet energie.
http://de.wikipedia.org/wiki/Verdampfungsw%C3%A4rme

diese energie muss irgendwo herkommen, und die fluessigkeit greift dann in das einzige energie-reservoir welches sie zur verfuegung hat, ihre eigene temperatur (genauer: waermeenergie) naemlich.
indem eine fluessigkeit abkuehlt, stellt sie die damit verbundene waermeenergie zur verfuegung um die energie fuer die verdampfung aufzubringen.

das waere es eigentlich im grunde schon (man koennte jetzt noch auf die temperaturbhaengigkeit des "zwang-zum-verdunstens-effekts" eingehen, aber das lass ich erstmal beiseite).
das ganze koenntest du also auch mit z.b. wasser machen (ein nasser lappen kuehlt ja bekanntlich auch, und aus exakt den gleichen gruenden).

im konkreten waehlst du eigentlich nur deshalb chlorethan (statt wasser), weil es mit 12°C/1 bar einen wesentlich niedrigeren siedepunkt hat (das ganze kommt also bereits bei niedrigeren temperaturen lebhaftestens in schwung, der "arbeitspunkt des systems" liegt fuer dein vorhaben "hautvereisung" einfach guenstiger), und weil chlorethan unter den in diesem bereich zur auswahl stehenden fluessigkeiten eine ansprechende performance im sinne von "wieviel waerme kann ich mit ein bisschen fluessigkeit wegschaufeln" zeigt. (aus diesem grunde wurden die halogenierten kohlenwasserstoffe - und chlorethan ist ein solcher - frueher auch gerne in kuehlschraenken, klimaanlagen usw. eingesetzt: die funzen naemlich im kern der sache nach dem gleichen prinzip)

ich hoffe das klaert deine fragen ein wenig?

gruss

ingo
Janina
Gast





Beitrag Janina Verfasst am: 03. Sep 2010 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

Danke. Dies hat auf jeden Fall meine Fragen beantwortet.
Gruß Janina
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