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Schrödingers Katze - Seite 2
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das d
Gast





Beitrag das d Verfasst am: 12. Jun 2005 17:03    Titel: tut mir leid Antworten mit Zitat

im Vorraus sei gesagt: Es tut mir leid wenn meine Frage für den ein oder Anderen einen Rückschritt bedeutet, aber ich verfolge die Beiträge mit größter Spannung und mir ist eine Sache bis jetzt nicht klar geworden!
Befinden sich Quanten wirklich an zwei rämlichen Punkten gleichzeitig
oder liegt das nur an der mathematischen Unbestimmbarkeit der räumlichen Position eines Quantum (?unschärfe?)? Mit anderen Worten:
verhält es sich chaotisch oder existiert es wirklich doppelt???

habe kein ahnung von Physik aber es interessiert mich doch so sehr!
bishop
Moderator


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Beitrag bishop Verfasst am: 12. Jun 2005 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

mhh ich fasse das immer so auf, dass die Position eines Quants eine Räumliche Ausdehnung hat, an eine Kugel angenähert. Der Quant befindet sich irgendwo in diesem Raum. Du weisst nicht wo, aber er befindet sich schon nur in einem Raumpunkt, aber dieser wechselt quer durch den ganzen Raum ohne System. Um die Quantenmechanik mathematisch zu erfassen ist eine menge Statistik nötig, und die wiederum schleift ein dickes Paket an Stochastik hinter sich.
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Ein Physiker ist jemand, der über die ersten drei Terme einer divergenten Reihe mittelt
das d
Gast





Beitrag das d Verfasst am: 13. Jun 2005 01:40    Titel: !!DANKE!! Antworten mit Zitat

Ja fett!!Das heisst also das Problem der Dekohärenz bezeichnet also "nur"
die deterministische Unmöglichkeit die lokale(?räumliche?) Position eines Quantum zu einem bestimmten Zeitpunkt zu bestimmen. Und somit die Eigenschaft der Quanten im Moment der Beobachtung(der Wechselwirkung mit einem anderen System) im Selbigen zu verharren. Wenn dem so ist, dann habe ich es endlich verstanden!
(?sind dann nicht sämtlich Theorien die eine permanente Entwicklung von Paraleluniversen zur Folge hätten hinfällig geworden?)
Aber dann verstehe ich nicht warum sich Schrödingers Katze(metaphrisch
gesehen als der Quant selbst) in einem Zustand der gleichzeitigen LEbendigkeit und Sterblichkeit befinden soll(Superposition).

dein post:
"Es geht nicht darum das wir es nicht wissen, sondern darum dass die Katze prinzipiell nicht stirbt solange man die Kiste nicht aufmacht...die Superposition ist längst zerfallen, es geht um das reine Beobachten egal ob du es bist oder ich und ich sage dir dass sie tot ist."

Wenn das räumlich Verhalten der Quanten einfach nur nicht deterministisch ist dann gibt es doch soetwas wie eine echte Superposition garnicht. Oder beschreibt der Begriff "Superposition" eben genau diesen Umstand??Bitte hilf mir! unglücklich
physikerin
Gast





Beitrag physikerin Verfasst am: 13. Jun 2005 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hi @all,


wenn ich mich dumpf erinnere gibt es da ein Experiment mit Elektronen am Doppelspalt.
Kurz gesagt:
Normalerweise gibt es dann eine Interferenzstruktur, so als wenn das Teilchen durch beide Spalte gleichzeitig tritt und dann wie eine Welle interferiert.
Wenn aber der Ort des Durchtritts bestimmt wird, löst sich die Interferenzstruktur auf.

http://www.joergresag.privat.t-online.de/mybk2htm/chap42.htm


Gruß
Christiane
bishop
Moderator


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Beitrag bishop Verfasst am: 13. Jun 2005 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
sind dann nicht sämtlich Theorien die eine permanente Entwicklung von Paraleluniversen zur Folge hätten hinfällig geworden?

Diese Menschen nehmen einfach an, dass der quant sich schon an zwei Stellen befindet, aber das in zwei Universen. D.h für sich ist der Quant schon nur an einer Stelle, nur weisst du nicht wo. Nimmst du das Paralleluniversum dazu ist er an beiden Koordinaten gleichzeitig.

Zitat:
Oder beschreibt der Begriff "Superposition" eben genau diesen Umstand?

Du musst dir bewusst sein, dass niemand eine Ahnung von der Superpositon hat. So wie wir sie verstehen, also dass ein Quant an beiden Punkten gleichzeitig ist, bis es gemessen wird ist es die sogenannte "Kopenhagener Deutung" Ich persönlich stimme ihr nicht völlig zu, sondern vertrete eher die Meinung, dass die Wahrscheinlichkeit dass es an beiden Stellen gleichgross ist gleich gross, es ist aber effektiv an nur einer Koordinate und "hüpft" dazwischen irgendwo rum, bis es gemessen wird. Ich glaube so ähnlich wird das auch heutzutage gelehrt. Aber es ist auch nur ein Versuch ein uns völlig fremdes Phänomen zu erklären

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das d
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Beitrag das d Verfasst am: 13. Jun 2005 22:00    Titel: ALLEs KLAR!? Antworten mit Zitat

Du hast mir sehr geholfen(bishop)! Mir war dir Brisanz meiner Frage nicht bewusst. Berichtige mich falls ich falsch liege: Dann geht also die moderne (Quanten)Physik von der möglichen Existenz einer einer "echten" Superposition aus, nur ob dieser Umstand endgültig in deren Denkmodell einbezogen wird ist nachwievor umstritten. Oder??

Ich habe deinen link gelesen (physikerin) und um ehrlich zu sein verstehe ich das Fachchinesisch nicht. Was sich interessant anhört ist das die Quanten-Physik warscheinlichkeiten nicht wie die Mathematik als "einfache" Wahrscheinlichkeiten angibt, sondern als Warscheinlichkeits-amplituden. Was das aber wirklich bedeutet verstehe ich auch nicht und was Interferenzmuster mit der vorherschenden Problematik zu tun haben weiß ich auch nicht! Vieleicht kannst du mir ja auf die Sprünge helfen.

GrußBig Laugh
physikerin



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Beitrag physikerin Verfasst am: 13. Jun 2005 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hi "das d",

auch wenn nicht ganz anschaulich, finde ich, dass gerade aus dem Doppelspaltexperiment das Gleichnis mit Schrödingers Katze gut zu erkennen ist.

Wenn keine Messung über den Ort unternommen wird, wir also nicht wissen, durch welchen Spalt das Teilchen geht, sieht es so aus, als würde es durch beide Spalte gleichzeitig gehen, daher das Interferenzmuster.
Das bedeutet auf die Katze übertragen, dass sie sowohl lebendig als auch tot ist.

Erst wenn wir den Ort genau bestimmen, d.h. Spalt1 oder Spalt2 im Doppelspaltexperiment, bzw. wir öffnen die Kiste mit der Katze, geht die Interferenz verloren, weil der Ort genau bestimmt ist. Die Katze ist erst dann lebendig oder tot.


Gruß
Christiane

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bishop
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Beitrag bishop Verfasst am: 13. Jun 2005 22:56    Titel: Antworten mit Zitat

Und das mit der Wahrscheinlichkeitsverteilung ist einfach nur eine Funktion bei der du jedem möglichen Aufenthaltsort des quants eine Wahrscheinlichkeit auch wirklich dort zu sein zuweist. Dass es nur zwei möglichen Zustände gibt ist sehr stark vereinfacht, in wirklichkeit hat schon ein Elektron eines Wasserstoffkerns abertausende möglichkeiten irgendwo zu sein, und es sieht eben so aus als würde es überall gleichzeitig sein, weil die Wahrscheinlichkeit mehr oder weniger gleich gross ist für jeden Punkt. Daher auch der Begriff Elektronenwolke
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das d
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Beitrag das d Verfasst am: 13. Jun 2005 22:57    Titel: AHA!! Antworten mit Zitat

Was wiederum aber keine Spekulationen über eine "echte" Superposition des Teilchens zulässt, denn es kommt ja schon nur aus einer der beiden
"Spalten"(?die Welle; das Teilchen?) nur aus welchem weiß man erst im Augenblick der Messung! Oder Täusche ich mich?

Für das konkrete Beispiel(Experiment) auf dem Link würde das ja auch bedeuten das ein Interferenz der beiden Wellen ja doch in jedem Fall vorhanden wäre den es gibt ja nur eine Welle und nicht zwei gleichzeitig;
was sagst du dazu?
das d
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Beitrag das d Verfasst am: 13. Jun 2005 23:10    Titel: Antworten mit Zitat

beziehungsweise es dürfte doch garkeine Interferenzstruktur aufreten!
das meinte ich eigentlich
physikerin



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Beitrag physikerin Verfasst am: 14. Jun 2005 12:26    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Dass es nur zwei möglichen Zustände gibt ist sehr stark vereinfacht

@bishop

Um gewisse Dinge besser zu verstehen, ist es auch ein Weg, die Dinge zu vereinfachen. Das das dann keine genaue Beschreibung der Realität ist, ist mir auch klar.

Zitat:
beziehungsweise es dürfte doch garkeine Interferenzstruktur aufreten!

@das d

Tut es aber Augenzwinkern

Gruß
Christiane

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Beitrag physikerin Verfasst am: 14. Jun 2005 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Und mit der Geschichte über die Katze wird ja auch nur in "einfacher" Weise versucht, das Dilemma der Quantenphysik anschaulich darzustellen.
(Für die Physiker"innen" war es damals tatsächlich ein Dilemma, diese Doppeldeutigkeiten zu verstehen)

Gruß
Christiane

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bishop
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Beitrag bishop Verfasst am: 14. Jun 2005 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiss, dass die Vereinfachung auf nur zwei Zustände "einfacher" zu verstehen ist, aber es ergibt sich ein Problem bei der Wahrscheinlichkeitsverteilung, da kann man nicht so richtig von einer Amplitude reden^^


Ich mag das Zitat von Feynman, der einst sagte:
Zitat:
Ich habe keine Ahnung von der Quantenphysik. Wenn ich mit meinen Studenten in der Vorlesung bin, dann reden wir über dinge von denen wir keine Ahnung haben. Das Eigentümliche ist dass die Quantenphysik die Natur selbst beschreibt und diese ist... unlogisch

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Beitrag physikerin Verfasst am: 14. Jun 2005 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich habe keine Ahnung von der Quantenphysik. Wenn ich mit meinen Studenten in der Vorlesung bin, dann reden wir über dinge von denen wir keine Ahnung haben. Das Eigentümliche ist dass die Quantenphysik die Natur selbst beschreibt und diese ist... unlogisch

Genau Prost

Gruß
Christiane

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das d
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Beitrag das d Verfasst am: 14. Jun 2005 15:40    Titel: DANK U! Antworten mit Zitat

Ich habe durch diesen(für mich sehr aufschlussreichen) Trialog den Grundriss der Problematik endlich verstanden! -Jetzt kann ich in Ruhe sterben!Aber vorher werd ich mir noch das ein oder Andere Buch zu diesem Thema zu Gemüte führen, z.B. Auf der Suche nach Schrödingers Katze-Jhon Gribbin. Jetzt verstehe ich ja worum es geht!
MEine anfänliche (vielleicht etwas naive) Hoffnung aus der Vertiefung der "QuantenFrage" einen philosophischen Nutzen zu ziehen hat sich allerdings in Rauch aufgelöst(oder in eine ElektronenWolke! Wink -wenn man so will)-Ich habe gedacht wenn es nur ein Quant gibt, dessen raumzeitliche Position man nur aus dem Grund nicht berechnen kann, weil man die exakten Start-Werte nicht kennt(chaos-theorie), würde dies indirekt eine Bestätigung des potentiellen Determinismus des materiellen "Seins" darstellen und mir somit die Existenz des Schicksals(Vorbestimmtheit der Zukunft) näher bringen. Andersrum hätte ich mich bei einer Auflösung der Problematik in Richtung der "echten"(?axiomatischen?) Superposition der Teilchen mehr zur "viele-Welten-Theorie"(Multiversum?) hingezogen gefühlt.
In Anbetracht der Tatsachen(und vorallem der Tatsache das ich mich in einem Physik-Forum befinde) bin ich zu der Schlussfolgerung gelangt, dass das alles nicht so einfach ist! Aber immerhin(ICh weiss das ich nichts weiss-Zitat:irgentein wichtiger Philosoph)Ihr habt mir sehr geholfen!

Gruß
d
Gast
Gast





Beitrag Gast Verfasst am: 22. Jun 2005 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

dachdecker2 hat Folgendes geschrieben:
Bei Schrödinger hat die Katze zwei Zustände: lebendig und tot. Die Katze ist in der geschlossenen Kiste nicht halbtot und Haldlebend, sondern sie befindet sich bis zur Messung (wenn man in die Kiste schaut), im allen Zuständen (d.h. sie ist ganz tot und ganz lebendig).

Wie sieht das denn aus der Sicht der Katze aus? Die weiß ja, ob sie tot oder lebendig ist, oder? ;)
Icewind



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Beitrag Icewind Verfasst am: 05. Jul 2005 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

ne die katze weiss es auch erst wenn wer nachsieht =)
Gast






Beitrag Gast Verfasst am: 24. Jul 2005 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mir nicht den gesamten Thread durchgelesen, aber ich verstehe das so: In der Quantenwelt können Teilchen (oder sind es Wellen?) diverse Zustände einnehmen, und durch ein von außen kommender Einfluus, wie beispielsweise eine Messung, kristallisiert sich ein Zustand heraus. Es gibt aber, glaube ich, auch eine Theorie, nach der dies ohne Einfluss von außen passieren kann.

Aber ist das wahr, dass es in der Quantenwelt Effekte gibt, die mit unserer Logik nicht erklärt werden können? Z. B. soll es möglich sein, dass Ursachen und Wirkung zeitgleich auftreten können. Wie ist denn das zu erklären?

Wieka (der Login funkt nicht)
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